Presseaussendungen

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Südwind zum Aktionsplan nachhaltige Beschaffung: Öko-Kriterien begrüßenswert, Sozial-Kriterien mangelhaft

Menschenrechtsorganisation sieht wichtige Akzente für den Klimaschutz und fordert Erweiterung um Sozialkriterien in einer neuen Fassung                        

Wien, am 23. Juni 2021. Für Südwind bilden öko-soziale Kriterien für die öffentliche Beschaffung eine essentielle Grundlage für globale nachhaltige Entwicklung. „Der Einkauf durch die öffentliche Hand muss möglichst emissionsarm, naturschonend und ausbeutungsfrei erfolgen. Der von der Bunderegierung vorgelegte Aktionsplan für nachhaltige Beschaffung setzt wichtige und sehr begrüßenswerte Akzente für den Klimaschutz. Gleichzeitig bleibt im Bereich der sozialen Nachhaltigkeit noch Aufholbedarf“, sagt Südwind-Geschäftsführer Konrad Rehling. Das größte Potential sieht die österreichische Menschenrechtsorganisation beim Einkauf von Lebensmitteln, IT-Geräten und Textilien und fordert hier eine dringende Nachschärfung in einer neuen Fassung. „Nur ein Aktionsplan, der auch soziale Kriterien berücksichtigt, wird dem Nachhaltigkeitsanspruch wirklich gerecht. Dazu müssen international anerkannte Gütesiegel und Modelle für Sozialstandards entlang komplexer Lieferketten, wie FAIRTRADE, TCO, Electronics Watch oder Fair Wear Foundation, als Grundlage dienen für verpflichtende Kriterien der nachhaltigen Beschaffung. Als Vertreter der Zivilgesellschaft stehen für die anstehende Erweiterung des Aktionsplans bereit“, so der Südwind -Geschäftsführer. [Mehr erfahren]

Südwind zum Weltflüchtlingstag: Zukunftsfähige Migrationspolitik braucht solidarische Lösungen statt plumpem Populismus

Fehlende Hilfe vor Ort, mangelnder Kampf gegen Fluchtursachen und keine legalen Fluchtwege – Südwind kritisiert Österreichs Migrationspolitik und fordert menschenrechtskonforme Lösungen

Wien, am 17. Juni 2021. Laut Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen ist weltweit jeder hundertste Mensch auf der Flucht vor Konflikten, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen. Zusätzlich sorgt die Klimakrise für eine massive Verschärfung und zwingt schon heute Millionen Menschen dazu, ihr Zuhause zu verlassen. Die Vereinten Nationen befürchten, dass bis 2050 weltweit mehr als 200 Millionen Menschen aufgrund der Klimakrise vertrieben werden. Angesichts dieser Entwicklungen fordert Südwind eine Trendwende hin zu einer vorausschauenden, solidarischen Migrationspolitik. „Die tausenden Toten im Mittelmeer sowie das enorme Leid und Trauma in den Elendslagern an den EU-Außengrenzen sind das Ergebnis jahrelanger migrationspolitischer Untätigkeit der EU und populistischer Scheinlösungen von Mitgliedsländern wie Österreich“, kritisiert Stefan Grasgruber-Kerl, Menschenrechtsexperte von Südwind. „Die Österreichische Bundesregierung muss Flucht und Migration endlich als vielschichtiges Problemfeld ernstnehmen. Einzelmaßnahmen und die Abschreckungspolitik der hässlichen Bilder bringen keine Verbesserungen. Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Werner Kogler sind dringend gefragt, sich um seriöse Lösungen mit Weitblick für eine menschenrechtskonforme und zukunftsfähige Migrationspolitik zu bemühen.“ [Mehr erfahren]

Südwind zum Deutschen Lieferkettengesetz: Österreich muss jetzt nachziehen

Trotz Mängel sieht Südwind im deutschen Gesetzesbeschluss einen wichtigen Schritt und großen Aufholbedarf in Österreich: „Die österreichische Bundesregierung darf sich der Debatte um ein Lieferkettengesetz nicht weiter verweigern“

Wien, am 11. Juni 2021. Die österreichische Menschenrechtsorganisation Südwind sieht trotz teils grober Mängel im heute beschlossenen Lieferkettengesetz für Deutschland ein wichtiges Signal für Europas Industrieländer. Sowohl die fehlende zivilrechtliche Haftung, als auch die Beschränkung auf große Unternehmen und direkte Zulieferer stellen für Südwind unnötige Aufweichungen dar. Dennoch wird der Beschluss als Schritt in die richtige Richtung gesehen: „Im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen und Naturzerstörung braucht es klare Gesetze. Das deutsche Lieferkettengesetz ist Realität und muss wie auch schon das Französische eine Vorbildwirkung für Österreich und ganz Europa haben“, fordert Stefan Grasgruber-Kerl, Menschenrechtsexperte von Südwind. „Dass eine Große Koalition unter einer konservativen Kanzlerin ein Lieferkettengesetz beschließt, zeigt, dass die Idee der freiwilligen Unternehmensverantwortung endgültig gescheitert ist. Auch Österreichs Schwestern-Partei ÖVP und der Grüne Koalitionspartner müssen endlich nachziehen.“

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Ohne verbindliche Regeln für Konzerne droht der Kampf gegen Kinderarbeit zu scheitern

Kinderarbeit steigt erstmals seit 20 Jahren an – Menschenrechtsorganisation Südwind fordert verbindliche Konzernverantwortung in Form eines strengen Lieferkettengesetzes

Wien, am 10. Juni 2021. Im Vorfeld des Welttags gegen Kinderarbeit verweist die Menschenrechtsorganisation Südwind auf verfehlte Ziele und fordert verbindliche Regeln für Unternehmen und Konzerne. Wie ein neuer UNICEF-Bericht zeigt, steigt die Zahl ausgebeuteter Kinder erstmals seit 20 Jahren auf über 160 Millionen. Rund 70 Millionen Kinder sind von der schlimmsten Form der Kinderarbeit betroffen und arbeiten in Sklaverei oder sklavenähnlichen Abhängigkeiten. Für Südwind sind mangelhafte wirtschaftspolitische Gegenstrategien mitverantwortlich für die verschärfte Lage. „Für Menschenrechtsvergehen muss es harte Strafen setzen. Die freiwillige Selbstverpflichtung von Unternehmen greift viel zu kurz. Auch Österreichs Supermarktregale werden erst dann frei von Ausbeutung und Kinderarbeit sein, wenn Unternehmen für ihre Lieferketten haften müssen“, so Stefan Grasgruber-Kerl, Menschenrechtsexperte bei Südwind. „Die österreichische Bundesregierung muss hier endlich aktiv werden und ein strenges Lieferkettengesetz vorlegen. Die Ausbeutung von Kindern für Genussmittel wie Schokolade darf nicht länger hingenommen werden.“ [Mehr erfahren]

Südwind und Greenpeace warnen: Kurzsichtige Klimapolitik verschärft globale Ungleichheit

Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen analysieren aktuelle Weichenstellungen der Klimapolitik: Klimaschutzgesetz, Lastenverteilung und 4 Punkte-Plan für Klimagerechtigkeit

Wien, am 2. Juni 2021. Im Rahmen eines gemeinsamen Pressegesprächs mit Roman Hoffmann, Migrationsforscher an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und dem International Institute for Applied Systems Analysis, beleuchten die Umweltschutzorganisation Greenpeace und die Menschenrechtsorganisation Südwind aktuelle Anforderungen an eine Politik im Sinne der Klimagerechtigkeit. Während in Österreich ein neues Klimaschutzgesetz verhandelt wird und eine ökosoziale Steuerreform für Klimagerechtigkeit innerhalb der Grenzen des Landes sorgen soll, stehen auf europäischer Ebene Diskussionen über ein Lieferkettengesetz sowie die Lastenteilung der Emissionsziele der Mitgliedstaaten auf dem Plan. Angesichts dieser zentralen politischen Weichenstellungen warnen Greenpeace und Südwind vor einer Verschärfung der globalen Ungleichheit als Folge einer kurzsichtigen Umweltpolitik. So mussten schon 2020 weltweit geschätzte 30 Millionen Menschen alleine aufgrund kurzfristiger Naturkatastrophen ihre Heimat verlassen. „Die Klimakrise stellt uns vor globale Herausforderungen. Diese können nur solidarisch mit einem internationalen Schulterschluss gemeistert werden. Um die wachsende Ungleichheit in der Klimakrise zu bekämpfen braucht es einen klaren politischen Rahmen. Nur so wird national und international sichergestellt, dass Klimaschutz mit Klimagerechtigkeit einhergeht. Die Bekämpfung der Klimakrise darf nicht auf Kosten der Ärmsten erfolgen“, warnen Isabella Szukits von Südwind und Jasmin Duregger von Greenpeace.

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Staatsmeisterschaften im Debattieren. Österreichs Jugend diskutiert Lösungen gegen die Klimakrise.

Zwei Teams aus Wien gewinnen Debattier-Wettbewerb von Südwind und „Misch dich ein“ - Klimaschutzministerin Leonore Gewessler zeigt sich begeistert über das Engagement der Teilnehmer*innen 

Wien, am 29. Mai 2021. Insgesamt 95 Schülerinnen und Schülern aus ganz Österreich diskutierten von April bis Mai über die Klimakrise und ihre Auswirkungen. Die Debattier-Wettbewerbe wurden von Südwind in Kooperation mit „Misch dich ein – der Debattierclub“ und der KPH Wien/Krems veranstaltet. Beim Finale am Freitag, 28. Mai wurden zwei Teams von Wiener Schulen als Staatsmeister*innen im Debattieren ausgezeichnet: Das beste deutschsprachige Team kam vom Billrothgymnasium, als bestes englischsprachiges Team überzeugten die Teilnehmer*innen vom BRG19. „Die Klimakrise ist die große Herausforderung unserer Zeit. Es ist ermutigend zu sehen, mit welch großem Engagement die Schülerinnen und Schüler über unser dringendstes globales Problem diskutieren und Lösungsvorschläge bringen. Vanessa Nakate und Greta Thunberg haben gezeigt, wie mächtig eine einzelne Stimme für den Klimaschutz sein kann. Die jungen Stimmen unserer Gesellschaft geben auch der Klimapolitik einen starken Rückenwind und stoßen Veränderung an“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler zum Auftakt des Finales. Als beste deutschsprachige Einzelsprecher*innen ausgezeichnet wurden Franz Perko und Océanne Müller, als beste englischsprachigen Felix Cheriankalayil und Anna Radl. [Mehr erfahren]

AVISO – Pressegespräch von Südwind und Greenpeace: Welchen politischen Rahmen braucht es für Klimagerechtigkeit?

Mehrere beschriebene Schilder bei einem Klima-Schulstreik

Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen analysieren mit Migrationsexperten aktuelle Problemfelder und Hebel der Klimagerechtigkeitspolitik – Presseclub Concordia (1010, Wien) am 2.Juni, 9.30 Uhr

Wien, am 26. Mai 2021. Im Vorfeld aktueller politischer Weichenstellungen fordern die Umweltschutzorganisation Greenpeace und die Menschenrechtsorganisation Südwind die konsequente öko-soziale Ausrichtung der europäischen und österreichischen Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik. Die Organisationen analysieren dabei aktuelle politische Entscheidungsprozesse rund um Klimaschutzgesetz, ökosoziale Steuerreform, Lastenverteilung der Emissionsreduktion in der EU, Lieferkettengesetz und Klimagerechtigkeits-Mechanismen. Gemeinsam mit Roman Hoffmann, Migrationsforscher an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie am International Institute for Applied Systems Analysis, werden folgende Fragen diskutiert: [...]
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EU-Agrarsubventionen. Südwind fordert strenge Sozialkriterien gegen ausbeuterische Arbeit

Österreichs Vorschläge für neue EU-Agrarsubventionen greifen viel zu kurz - Südwind fordert ökosoziale Wende: „Ausbeutung von Mensch und Natur darf nicht subventioniert werden“

Wien, am 17. Mai 2021. Anlässlich der Verhandlungen über die Vergabe der EU-Agrarsubventionen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) fordert die Menschenrechtsorganisation Südwind konkrete Sozial- und Arbeitsrechtskriterien sowie die Nachschärfung der Umweltkriterien. „Es ist völlig unverständlich, dass der größte Fördertopf Europas keine ökosoziale Steuerung enthält. Als Resultat werden unmenschliche Arbeitsbedingungen, Lohndumping und der rücksichtslose Umgang mit der Natur jedes Jahr mit Milliarden an EU-Steuergeld subventioniert“, sagt Gudrun Glocker, Sprecherin für nachhaltige Ernährung bei Südwind. „Das neue Fördersystem muss schädliche Subventionen streichen und stattdessen Anreize enthalten für eine zukunftsfitte, naturverträgliche Landwirtschaft, von der alle profitieren.“ [Mehr erfahren]


Rohstoffstrategie vernachlässigt Menschenrechte und Umweltschutz. Südwind fordert Nachbesserungen

Reduktionspläne, Konzernverantwortung und Schutzbestimmungen fehlen im aktuellen Entwurf – Menschenrechtsorganisation warnt vor drohenden Verschärfungen für Mensch und Natur  

Wien. Sowohl die Digitalisierungsoffensive als auch die erneuerbare Energiewende sind in großem Maße vom Rohstoffabbau abhängig. Um die negativen Auswirkungen auf Arbeiterinnen und Arbeiter, lokale Gemeinden und die Natur einzuschränken, fordert Südwind eine ganzheitliche Rohstoffstrategie, in der Menschenrechte und Umweltschutz im Mittelpunkt stehen. „Der Abbau von Metallen, Erzen und seltenen Erden für unsere Handys, Laptops und Autobatterien ist eng verbunden mit ausbeuterischer, gesundheitsgefährdender Arbeit, langen Lieferketten und der Zerstörung von wertvollen Ökosystemen”, sagt Isabella Szukits, Klimagerechtigkeitssprecherin von Südwind. „Der Entwurf der Bundesregierung für die Rohstoffstrategie 2030 droht die Ausbeutung von Mensch und Natur weiter zu verschärfen. Anstelle von Schutzbestimmungen und verbindlicher Verantwortung über Lieferketten steht die Steigerung von Rohstoffimporten im Vordergrund. Die strukturellen Probleme des Rohstoffabbaus werden so für die nächsten Jahrzehnte einzementiert.”

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Südwind: Versagen von Unternehmen zeigt dringenden Bedarf nach Lieferkettengesetz

Menschenrechtsorganisation sieht freiwillige Konzernverantwortung mangelhaft und fordert strengeren Rechtsrahmen bei Menschenrechtsvergehen

Wien, am 5. Mai. 2021. Die von Greenpeace aufgedeckten gebrochenen Versprechen des Schokoladekonzerns Mondelēz (in Österreich: u.a. Milka) unterstreichen für die Menschenrechtsorganisation Südwind den dringenden Bedarf nach einem umfassenden und strengen Lieferkettengesetz. „Kinderarbeit, Umweltzerstörung und Ausbeutung von Arbeiterinnen und Arbeitern in globalen Lieferketten machen klar: Die Einhaltung der Menschenrechte darf keine moralische Frage von Eigenverantwortung sein. Es braucht auch die rechtliche Verpflichtung“, sagt Stefan Grasgruber-Kerl, Menschenrechtsexperte bei Südwind. „Nicht nur bei Kakao und Lebensmitteln auch in der Modeindustrie oder beim Rohstoffabbau für Handys und Laptops zeigt sich, dass freiwillige Unternehmensverantwortung nicht ausgereicht.“ Südwind fordert daher gemeinsam mit einer breiten zivilgesellschaftlichen Allianz, koordiniert vom Netzwerk Soziale Verantwortung, im Rahmen eines Lieferkettengesetzes eine umfassende, zivilrechtliche Haftung für Unternehmen aller Größenordnungen bei Menschenrechtsvergehen.

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Südwind: Österreichs Vorschlag für den EU-Wiederaufbauplan fällt bei globaler Verantwortung klar durch

Positive klimapolitische Aspekte können grobe Verfehlungen beim sozialen Ausgleich nicht kaschieren - Menschenrechtsorganisation kritisiert mangelhaftes Beteiligungsverfahren

Wien. Der am Wochenende veröffentlichte Vorschlag der Bundesregierung für einen EU-Resilienz- und Wiederaufbauplan hat grobe Mängel in den Bereichen globale Verantwortung, soziale Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt ein Check der Menschenrechtsorganisation Südwind. „Eine globale Krise braucht auch eine global wirksame, sozial gerechte Lösung. Leider bleibt der vorgelegte Plan der Bundesregierung effektive Schutzmaßnahmen für benachteiligte Gruppen und mutige Schritte für einen gerechten Ausgleich weiterhin schuldig“, sagt Stefan Grasgruber-Kerl,  Menschenrechtsexperte bei Südwind. Die Menschenrechtsorganisation kritisiert fehlende Pläne für eine gerechte Klimaschutz-Finanzierung für den Süden, die fehlende Unterstützung für klimabedingte Migration und mangelhafte sozial-ökologische Kriterien für die öffentliche Beschaffung. Auch Unternehmensverantwortung, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten und Bestimmungen für verantwortungsvolle globale Lieferketten ohne Kinderarbeit und Ausbeutung sucht man im Vorschlag der Bundesregierung vergeblich. Südwind fordert von Österreichs Bundesregierung eine Nachschärfung der vorgelegten Pläne für einen echten sozial-ökologisch gerechten Wiederaufbau.

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Nie wieder Rana Plaza! Mahnwache erinnert an systematische Ausbeutung in der Modeindustrie

Acht Jahre nach Rana Plaza-Einsturz stehen Ausbeutung, Übergriffe und Gewalt weiterhin an der Tagesordnung – Südwind und die Clean Clothes Kampagne fordern einen strengen Rechtsrahmen

Wien, am 22. April 2021. Mit einer Mahnwache vor einer H&M-Filiale auf der Mariahilferstraße erinnern Südwind und die Clean Clothes Kampagne am Mittwochnachmittag an Jeyasre Kathiravel. Die 20-jährige Textilarbeiterin, die im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu für H&M Kleidung produzierte, wurde Anfang 2020 von einem Vorgesetzten nach wiederholter sexueller Belästigung ermordet. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass das Opfer sowie mehrere Kolleginnen sexuellen Übergriffen ihrer Vorgesetzten ausgesetzt waren. „Der wahre Preis von Billigmode wird mit menschlichem Leid bezahlt. Acht Jahre nach Rana Plaza ist deutlich zu sehen, dass Ausbeutung und Gewalt in der Modeindustrie weiterhin System haben. Diskriminierung, Hungerlöhne bis hin zu sexualisierter Gewalt stehen immer noch an der Tagesordnung“, sagt Gertrude Klaffenböck, Südwind-Expertin und Leiterin der Clean Clothes Kampagne. „Es braucht endlich effektive Präventionsmaßnahmen und strenge gesetzliche Regeln gegen die Ausbeutung in Bekleidungsfabriken.“ [Mehr erfahren]

Europaweite Jugend-Umfrage: Klimaschutz ist wichtigstes Anliegen. Große Mehrheit findet Wirtschaftssystem ungerecht.

Österreichs Jugend ist offen für klimabedingte Migration, findet Untätigkeit bei Klimaschutz unverantwortlich und Konsumgewohnheiten nicht nachhaltig – Südwind fordert politischen Klimagerechtigkeits-Pakt

Wien, 21. April 2021. Einen weitreichenden Vertrauensverlust der Jugend in das aktuelle Wirtschaftssystem sowie einen konkreten Handlungsauftrag an die Politik für mehr Klimaschutz zeigt eine neue europaweite Umfrage zu Klimagerechtigkeit unter 15- bis 35-Jährigen im Auftrag von Südwind und Partnerorganisationen. In Österreich sehen mehr als die Hälfte (55%) der jungen Befragten im Klimawandel die größte globale Herausforderung, gefolgt von Umweltzerstörung (44%). Drei Viertel (75%) sind der Meinung, „dass wir unsere Konsumgewohnheiten nicht aufrechterhalten können, wenn wir gleichzeitig die Umwelt schützen wollen“. Sieben von zehn (70%) denken, dass die „Wirtschaft in Österreich zum Vorteil der Reichen und Mächtigen ausgerichtet ist“ und zwei Drittel (66%) sehen bei Wirtschaft und Industrie die größte Verantwortung, um die Klimakrise zu bewältigen. Die Menschenrechtsorganisation Südwind sieht in den Umfrageergebnissen einen klaren Auftrag an die Politik für mehr Ambition beim Klimaschutz sowie für eine Wende hin zu einem sozial und ökologisch gerechten Wirtschaftssystem, von dem Alle profitieren. [Mehr erfahren]

Neuer Bericht: Clean Clothes Kampagne berechnet notwendigen Basis-Existenzlohn für Näher*innen in Süd- und Osteuropa.

Mindestlöhne in Europas Billiglohnländern müssten im Schnitt viermal höher sein - Südwind und Clean Clothes Kampagne fordern Schließung der Lohn-Lücke sowie Gesetze gegen die Ausbeutung in der Textilbranche

Wien, 8. April 2021. In Österreich gibt es kaum Bekleidungshersteller, die ohne Fertigungsschritt in Ost- oder Südosteuropa auskommen. Gleichzeitig bekommen Näherinnen und Näher, die in europäischen Billiglohnländern wie Bulgarien, Rumänien oder der Ukraine für große Modemarken arbeiten, nur Hungerlöhne und oft sogar weniger als Textilarbeitende in Asien bezahlt. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Bericht der Clean Clothes Kampagne (CCK). „Beschäftigte der Modeindustrie brauchen einen Lohn, von dem sie leben können. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass in Europa der gesetzliche Mindestlohn vielerorts nicht bezahlt wird. Gleichzeitig ist auch der Mindestlohn für Arbeiterinnen und Arbeiter im Bekleidungssektor meist weit davon entfernt, vor Armut zu schützen“, sagt Gertrude Klaffenböck, von der Clean Clothes Kampagne bei Südwind. Mitglieder und Clean Clothes-Partner in Süd- und Osteuropa haben zusammen mit Textilarbeiterinnen und -arbeitern eine länderübergreifende Berechnung eines existenzsichernden Lohns für europäische Produktionsländer vorgelegt, den sogenannten Europe Floor Wage. „Adidas, Otto, H&M, Hugo Boss, Zalando & Co. haben sich jahrelang hinter dem Argument versteckt, nicht zu wissen, wie hoch ein existenzsichernder Lohn sein müsse. Diese Ausrede gilt jetzt nicht mehr. Die Modehäuser müssen die errechnete Lohn-Kluft unmittelbar schließen“, sagt Gertrude Klaffenböck: „Auch die Politik steht sowohl auf EU-Ebene als auch in Österreich in der Pflicht, um existenzsichernde Löhne zu garantieren. Der Praxis von miserabler Entlohnung und chronischer Ausbeutung in internationalen Lieferketten muss mit Gesetzen und Bestrafungen wirksam begegnet werden.“ Mehr erfahren

Quali-Start zur Skandal-WM muss Trendwende einläuten. Südwind fordert Menschenrechtskriterien

© Martin Kainz

6.500 Tote mahnen, Südwind fordert bindende Arbeits- und Menschenrechtskriterien bei Sportbewerben: Sportminister Kogler muss sich für ausbeutungsfreien Sport einsetzen

Wien, 25. März 2021. Das österreichische Fußball-Nationalteam startet heute in die Qualifikation zur umstrittenen Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Die Turnier-Vorarbeiten liefen laut zahlreichen Berichten unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und kosteten 6.500 Arbeiter*innen das Leben. „Dieser skandalöse Wettlauf zu einem todbringenden Turnier hätte verhindert werden können. Bereits kurz nach der Turniervergabe wurden Berichte öffentlich, in denen die Arbeitsbedingungen in Katar als moderne Sklaverei entlarvt wurden“, sagt Stefan Grasgruber-Kerl, Menschenrechtssprecher von Südwind. „Trotz jahrelanger Beteuerungen von Politikerinnen und Sportfunktionären ist die große Trendwende hin zu einem ausbeutungsfreien Sport nicht gelungen. Sportminister Werner Kogler muss sich gemeinsam mit dem ÖFB und den Sportverbänden auf nationaler sowie internationaler Ebene für strenge Arbeits- und Menschenrechtskriterien bei Großereignissen starkmachen. Nur so können wir künftig Fußballfeste feiern, ohne menschliches Leid zu verursachen.Mehr erfahren

Südwind und GLOBAL 2000 Schoko-Osterhasen Check: Jede dritte Schoko-Figur verfehlt öko-faire Mindeststandards.

Trend geht zu bio-fairer Schokolade – Aufholbedarf bleibt vor allem bei großen Marken  – Unternehmenseigene Zertifikate bieten keine Sicherheit

Wien, 24.03.2021. Anlässlich des bevorstehenden Osterfestes haben die Menschenrechtsorganisation Südwind und die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 Österreichs Süßwarenregale ihrem jährlichen Schoko-Osterhasen-Check unterzogen. Insgesamt 30 Schokolade-Hohlfiguren wurden auf die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards bewertet und nach Ampelfarben kategorisiert. Etwa jedes zweite Produkt setzt zumindest schon in einem der beiden Bereiche – also entweder bei ökologischen oder bei sozialen Kriterien – auf Standards, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Sechs der 30 Figuren überzeugen in beiden Bereichen. Dennoch fällt wie bereits im Vorjahr jedes dritte Produkt im öko-fairen Check durch.  Mehr erfahren

Südwind zum Klimastreik: Klimaschutz heißt Menschen schützen

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Klimagerechtigkeit erfordert mehr Tempo der EU-Klimapolitik sowie einen effektiven Schutz für Betroffene im Globalen Süden – Südwind unterstützt den 7. Klimastreik österreichweit

Wien, am 19. März 2021. Anlässlich des siebten globalen Klimastreiks erinnert Südwind daran, dass die Klimakrise nicht nur eine ökologische, sondern vor allem eine soziale Krise ist. Die Menschenrechtsorganisation fordert mehr Ambition in der Klimapolitik sowie einen effektiven Schutzmechanismus für Betroffene. „Klimaschutz, Armutsbekämpfung und  die Einhaltung der Menschenrechte müssen Hand in Hand gehen. Die Klimakrise ist eine besondere Bedrohung für ökonomisch schwache Länder und somit ausgerechnet für Menschen, die kaum zur Klimakrise beitragen“, sagt Isabella Szukits, Klimasprecherin von Südwind. „Ankündigungen alleine helfen niemandem. Die Politik muss ihre immer wieder aufgeschobenen Klimaschutzmaßnahmen endlich umsetzen und die unzureichenden Klimaziele auf EU-Ebene nachschärfen. Zusätzlich zur EU-Klimaneutralität bis 2040 braucht es einen Schutzmechanismus für die Betroffenen im Globalen Süden. Nur so verhindern wir, dass die Klimakrise humanitäre Katastrophen befeuert.“ Mehr erfahren

Textilbranche ist Löhne in Milliardenhöhe schuldig. Menschenrechtsorganisationen fordern bessere Absicherung von Arbeiterinnen

Pay Your Workers-Protest in Kambodscha / Enric Catala
Pay Your Workers-Protest in Kambodscha / Enric Catala

Unternehmen brachten während der Pandemie Zulieferer und Millionen Arbeiterinnen in Existenznöte – Südwind und die Clean Clothes Kampagne fordern gemeinsam mit 200 Organisationen eine weltweit gültige Lohn- und Abfindungsgarantie

Wien, am 15. März 2021. Der Online-Handel zählt auch im Bekleidungssektor zu den großen Gewinnern der Pandemie: Der US-Riese Amazon konnte im letzten Jahr seinen Jahresgewinn um fast 200 Prozent steigern und vor allem im Textilgeschäft massiv an Marktanteilen dazu gewinnen. Auch in Österreich zählt Amazon inzwischen zu den Top 10 im Einzelhandel.  Gleichzeitig blieben die Löhne und Entschädigungen von Millionen Textilarbeiterinnen unbezahlt, nachdem Fabriken in der Pandemie von heute auf morgen geschlossen wurden. „Während Amazon neue Geschäftsrekorde feierte, mussten jene Arbeiterinnen hungern, die Kleidung für die Kundinnen und Kunden herstellten. Neben einer längst ausständigen Wiedergutmachung müssen diese untragbaren Zustände in Zukunft mit rechtlichen und finanziellen Mitteln verhindert werden“, sagt Gertrude Klaffenböck, Koordinatorin der Clean Clothes Kampagne (CCK) bei Südwind. Die Menschenrechtsorganisation fordert konkret die Nachzahlung der ausstehenden Löhne. Zusätzlich soll der Aufbau eines neuen internationalen Lohn- und Abfindungs-Garantie-Fonds eine weltweite Versicherung für Lohnzahlung und Entschädigung bieten und Arbeiterinnen, so vor Armut und Hunger schützen. [Mehr erfahren]

Südwind begrüßt Beschluss für EU-Lieferkettengesetz und warnt vor Aufweichungen

Südwind: Ein effektives EU-Lieferkettengesetz braucht Strafen und zivilrechtliche Haftung für Unternehmen aller Größenordnungen

Die österreichische Menschenrechtsorganisation begrüßt den gestrigen Beschluss des EU-Parlaments für eine verbindliche Konzernverantwortung und warnt vor Aufweichungen und Ausnahmen. Stefan Grasgruber-Kerl, Experte für faire Lieferketten bei Südwind: „Der heutige Beschluss kann ein dringend benötigter Meilenstein gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur durch global wirtschaftende Konzerne werden – vorausgesetzt die EU gibt den bereits von Konzernlobbies angedeuteten Aufweichungsversuchen nicht nach. Denn ein reiner Papiertiger hilft nicht gegen Ausbeutung und Naturzerstörung. Vielmehr braucht es ein Lieferkettengesetz, das auch Zähne zeigt." [Mehr erfahren]

Großes Jubiläum im Zeichen der Nachhaltigkeit: Südwind feiert 20 Jahre Faire Wochen in Niederösterreich.

Südwind NÖ feiert 20 Jahre Faire Wochen
© Südwind

St. Pölten/ Wiener Neustadt, 11.03.2021. - Von 15. April bis 30. Mai präsentieren die Fairen Wochen zum 20. Mal zahlreiche Events und Aktionen im Zeichen der globalen Gerechtigkeit – Südwind fordert strenge Gesetze für fairen Handel und ruft zur Petition „Menschenrechte brauchen Gesetze“ auf.

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Südwind zum Weltfrauentag: EU vor wichtiger Weichenstellung gegen die Ausbeutung von Arbeiterinnen

Aktion "Girls unite for Labour Rights" in Wien, 2020 / CCK

Erster Schritt für verbindliche Konzernverantwortung auf EU-Ebene am Weltfrauentag möglich –Globale Textilindustrie steht vor besonders großem Aufholbedarf – Südwind und die Clean Clothes Kampagne fordern in einem Offenen Brief klare Regeln für Unternehmensverantwortung

Wien / Brüssel, 5. März 2021. Anlässlich des Weltfrauentags erinnern die Menschenrechtsorganisation Südwind und die Clean Clothes Kampagne an die besonders problematischen Arbeitsbedingungen von Frauen in der weltweiten Textilindustrie und fordern klare Gesetze gegen die Ausbeutung entlang internationaler Lieferketten. „Die weltweite Textilindustrie ist immer noch ein Hochrisikobereich für Frauen. Etwa 80 Prozent der Arbeiterinnen und Arbeiter sind Frauen. Trotz oftmaliger Besserungsversprechen der Modekonzerne stehen Diskriminierung, Unsicherheit bis hin zu sexualisierter Gewalt immer noch an der Tagesordnung“, erklärt Gertrude Klaffenböck, Koordinatorin der Clean Clothes Kampagne bei Südwind. Passend zum Weltfrauentag hat das Europäische Parlament nun die Möglichkeit, einen wichtigen Schritt gegen diese diskriminierenden Praktiken zu setzen. In einem Offenen Brief an die EU-Abgeordneten fordern Südwind und die Clean Clothes Kampagne ein umfassendes Gesetz für Unternehmensverantwortung. Demnach müssten vor allem die Versammlungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen als entscheidende Grundrechte für alle Arbeitnehmer*innen anerkannt werden. Mehr erfahren

Südwind begrüßt Vorstoß für ein Lieferkettengesetz. Strenger Rechtsrahmen gefordert.

Aktion vor dem Justizministerium zum Petitionsstart © Südwind Vincent Sufiyan
Aktion vor dem Justizministerium zum Petitionsstart
© Südwind Vincent Sufiyan

Menschenrechtsorganisation fordert verbindliche Regeln und die umfassende Haftung von Konzernen: „Menschenrechtsvergehen in globalen Lieferketten müssen jederzeit klagbar sein“

Wien, 3. März 2021. Die Menschenrechtsorganisation Südwind begrüßt den Vorstoß der SPÖ für ein nationales Lieferkettengesetz und sieht das Österreichische Parlament gefordert, einen wirksamen Rechtsrahmen zu erarbeiten. „Fairer Handel braucht klare Regeln. Unternehmen müssen zur Einhaltung von Umweltstandards und Menschenrechten verpflichtet werden. Ob für unsere Schokolade, Handys oder Kleidung – für die Produktion von Alltagsprodukten werden immer noch Ausbeutung und Menschenrechtsvergehen in Kauf genommen“, kritisiert Stefan Grasgruber-Kerl, Experte für faire Lieferketten bei Südwind. „Die Politik in Österreich hat viel zu lange weggesehen. Damit Konzerne endlich Verantwortung für die Ausbeutung in ihren Lieferketten übernehmen, braucht es daher ein strenges Gesetz mit verbindlichen Regeln und umfassender Haftung. Denn das jahrelange Versagen der freiwilligen Selbstverpflichtung hat gezeigt, dass Menschenrechte in Zukunft ohne große Hürden einklagbar sein müssen.“ Mehr erfahren

Südwind unterstützt Petition „Menschenrechte brauchen Gesetze“

Aktion vor dem Justizministerium zum Petitionsstart
© Südwind Vincent Sufiyan

Südwind unterstützt Petition „Menschenrechte brauchen Gesetze“
Breite Allianz fordert klaren Gesetzesrahmen für faire Lieferketten – Südwind: Lückenhafte Rechtslage befeuert systematische und branchenübergreifende Ausbeutung 

Wien, am 19. Februar 2021. Die Menschenrechtsorganisation Südwind sieht großen Aufholbedarf bei der Unternehmensverantwortung in Österreich. Gemeinsam mit einer breiten zivilgesellschaftlichen Allianz fordert eine neue Petition verbindliche Regeln für faire Lieferketten. „Es ist absurd, dass im Jahr 2021 immer noch Produkte in unseren Supermarktregalen stehen, die mithilfe von Kinderarbeit und Ausbeutung hergestellt wurden“, kritisiert Stefan Grasgruber-Kerl, Experte für faire Lieferketten bei Südwind. „Fairer Handel braucht strenge Regeln. Die Politik muss daher einen wirksamen Rechtsrahmen vorlegen gegen Menschenrechtsverletzungen internationaler Konzerne.“ Mehr erfahren

Start des Südwind-Lehrgangs für Gewalt- und Extremismusprävention

Teilnehmer*innen des 1. Lehrgangs 2020 /
© Südwind, Elisabeth Nagy

Strafvollzugsbedienstete und Personen aus der Bildungs- Jugend- und Sozialarbeit erarbeiten gemeinsam Lösungen, um gewaltbereiten Extremismus zu verhindern – Ergebnisse werden im Anschluss an die Politik übermittelt

Wien, am 18. Februar 2021. Die österreichische Menschenrechtsorganisation Südwind startet gemeinsam mit der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien bereits zum zweiten Mal einen außergewöhnlichen Lehrgang. Ab 19. Februar bis Ende April findet der Hochschullehrgang „Gewalt- und Extremismusprävention durch Förderung der sozialen Komeptenz“ statt. In dessen Rahmen entwickeln die Teilnehmer*innen Empfehlungen zur Förderung der Resilienz für gefährdete Personen und Gruppen. Das Besondere dabei ist, dass etwa die Hälfte der 30 Teilnehmer*innen im Strafvollzug arbeitet. Gemeinsam mit Menschen aus dem pädagogischen Bereich und der sozialen Arbeit soll das Netzwerk zwischen allen in der Präventionsarbeit tätigen Personen gestärkt, ein Wissensaustausch ermöglicht und praktische Methoden für den Einsatz im Berufsalltag entwickelt werden. Mehr erfahren

Südwind: FAIRTRADE-Zertifizierung von Manner ist ein wichtiger Schritt im Einsatz für fairen Kakao

Trocknen der Bohnen, Ghana
© Südwind/Christina Schröder

Menschenrechtsorganisation sieht weiterhin großen Aufholbedarf in der Süßwarenbranche – Unternehmen sind gefordert dem guten Beispiel von Manner zu folgen: „Kinderarbeit und schädliche Pestizide im Kakaoanbau müssen der Vergangenheit angehören“                        

Wien, am 12. Februar 2020. Seit Jahren setzt sich die Menschenrechtsorganisation Südwind für bessere Arbeitsbedingungen im Kakaoanbau ein. Internationale Marken üben oftmals gewaltigen Preisdruck auf die Produzent*innen aus und befeuern damit Missstände wie Kinderarbeit, Hungerlöhne und Gesundheitsschäden durch Pestizide.„Der verkündete Umstieg der Traditionsmarke Manner auf eine FAIRTRADE-Zertifizierung ist für die gesamte Branche ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die neuen Standards helfen dabei, Missstände zu unterbinden und Produzentinnen und Produzenten ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen“, erklärt Stefan Grasgruber-Kerl, Lieferketten-Experte bei Südwind. „Nun liegt es an den übrigen österreichischen Süßwarenherstellern dem guten Beispiel zu folgen. Zusätzlich braucht es einen strengen gesetzlichen Rahmen, um Unternehmen, deren Geschäft auf Ausbeutung fußt, zur Verantwortung zu ziehen. Nur so kommen wir zu einem Supermarktregal, das gänzlich frei von Kinderarbeit und anderen Menschenrechtsverletzungen ist“, so Grasgruber-Kerl von Südwind. Mehr erfahren

Neuer Bericht zeigt massive Umwelt- und Arbeitsrechtsverletzungen durch EU-finanzierte Minen. Südwind fordert verschärfte Regeln für Rohstoffabbau.

Missstände beim Rohstoffabbau zeugen von mangelnden EU-Sicherheitsbestimmungen – Entwicklungspolitische Allianz fordert faire Arbeitsbedingungen und Lieferketten – Klimapolitik muss im Einklang mit Natur und Menschenrechten stehen.

Wien / Brüssel, am Freitag, 12. Februar 2021. Um den wachsenden Ressourcenbedarf für Informationstechnologien und erneuerbare Energien zu decken, plant die Europäische Kommission eine massive Steigerung des Rohstoffabbaus trotz mangelhafter Schutzbestimmungen. Der Vorstoß droht auf Kosten von Arbeiter*innen, lokalen Gemeinden und der Natur zu gehen. Zu diesem Schluss kommt der neue Bericht „Raw Deal“ von Bankwatch, einer Partner-Organisation der österreichischen Menschenrechtsorganisation Südwind.

Der Kampf gegen die Klimakrise darf nicht auf Kosten der Menschenrechte gehen. Die dringend benötigte Energiewende muss strengen Schutzmaßnahmen für Mensch und Natur unterliegen“, fordert Matthias Haberl, Experte für faire Elektronik bei Südwind und verweist dabei auf ein besonders  drastisches Fallbeispiel aus Bulgarien: Um die EU-Gesundheitsstandards zu umgehen, wird in Europa abgebautes Gold zum Einschmelzen nach Namibia geschickt, bevor es in verarbeiteter Form zurück in die EU gelangt. „Diese gesundheits- und umweltschädlichen Abbaupraktiken müssen ein Ende haben. Die EU-Kommission muss daher eine konkrete Schutzstrategie vorlegen sowie einen Reduktionsplan im Sinne einer echten Kreislaufwirtschaft. Auch Österreichs Bundesregierung ist gefragt, sich auf EU-Ebene für wirksame Schutzbestimmungen und ein strenges Lieferkettengesetz stark zu machen.“ Mehr erfahren

Südwind fordert Lieferkettengesetz: Verantwortungsvoller Konsum braucht strenge Regeln

Noch bis 8. Februar kann eine europaweite Aktion für ein EU-Lieferkettengesetz unterstützt werden – Südwind fordert eine klare Positionierung Österreichs auf internationaler Ebene

Wien (OTS) - Anlässlich des heutigen Mediengesprächs des Wissenschaftsnetzes „Diskurs“ bekräftigt Südwind seine Forderung nach einem Lieferkettengesetz auf EU- und österreichischer Ebene. „Die Wege, die ein Produkt bis zu uns nach Hause zurücklegt, sind meist undurchschaubar. Bewusste Kaufentscheidungen im Sinne eines nachhaltigen und fairen Konsums sind daher für Konsumentinnen und Konsumenten nur sehr schwer möglich“, erklärt Stefan Grasgruber-Kerl, Kampagnenleiter der Menschenrechtsorganisation Südwind. „Niemand will absichtlich Produkte kaufen, die aus Zwangsarbeit und Umweltzerstörung stammen. Die Politik muss daher sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene einen strengen gesetzlichen Rahmen schaffen, der Unternehmen zur Einhaltung von Umwelt- und Menschenrechtsstandards entlang der gesamten Lieferkette verpflichtet.“ Südwind fordert gemeinsam mit zahlreichen Organisationen ein umfassendes EU-Lieferkettengesetz. Bis 8.Februar kann noch die europaweite Initiative „Hold Business Accountable” unterstützt werden. Die gemeinsame österreichische Kampagne „Menschenrechte brauchen Gesetze!“ wird vom Netzwerk Soziale Verantwortung (NeSoVe) koordiniert und von zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen, der Arbeiterkammer und vom ÖGB getragen. Mehr erfahren

Südwind holt Vincent Sufiyan als Pressesprecher und Kommunikationsleiter an Bord

Wien, 29.01.2021: Seit 18. Jänner leitet Vincent Sufiyan die Kommunikation von Südwind, dem Verein für Entwicklungspolitik und globale Gerechtigkeit. Der 36-jährige Wiener war zuletzt als Pressesprecher beim WWF Österreich tätig und hat in dieser Funktion zahlreiche Naturschutz-Initiativen und -Kampagnen mitgestaltet und kommunikativ umgesetzt. Nach seinem Bachelor-Abschluss der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien war Vincent Sufiyan mehrere Jahre im Journalismus und Verlagswesen als Redakteur, Pressefotograf und Grafiker tätig. Bei Südwind wird Sufiyan für die Weiterentwicklung der Kommunikationsstrukturen zuständig sein sowie für die Koordination der Pressearbeit zwischen den Regionalbüros in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark, und Wien.

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