Klimagerechtigkeit

Die Klimakrise hat neben seinen ökologischen Auswirkungen auch eine schwerwiegende soziale Komponente. Menschen im Globalen Süden sind überproportional von den Folgen der Klimakrise betroffen. Dabei sind sie nur für einen Bruchteil der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Diese sind unter anderem auf die Art der Mobilität, der Ernährung und des Konsumverhaltens im Globalen Norden zurückzuführen.

Die Folgen der Klimakrise – Dürren, Überschwemmungen oder das Ansteigen des Meeresspiegels – bedrohen die Existenzgrundlagen von Millionen von Menschen im Globalen Süden. Gleichzeitig fehlt es dort oft an Zugang zu Technologien und finanziellen Mitteln, um sich vor den Auswirkungen der Klimakrise zu schützen. Das macht die Regionen noch anfälliger für Krisen und Pandemien. Diese wiederum sind ein häufiger Grund für Migration.

Südwind zeigt mit seiner Arbeit zu Klimagerechtigkeit globale Zusammenhänge auf. Wir geben den Menschen aus dem Globalen Süden eine starke Stimme und machen auf Ungerechtigkeiten aufmerksam. Die Zusammenarbeit mit jungen Menschen ist uns dabei besonders wichtig.

Klimagerechtigkeit Jetzt!

Die Klimakrise ist auch eine soziale Krise. Besonders stark betroffen sind ausgerechnet Menschen in armen Ländern, die kaum zur Klimakrise beitragen. Um sowohl die Klimakrise als auch die globale Ungleichheit zu bekämpfen, fordert Südwind gemeinsam mit 16 Organisationen in ganz Europa die Umsetzung eines konkreten 4-Punkte Plans für Klimagerechtigkeit:

1. Eingrenzung der globalen Erwärmung unter 1,5 Grad Celsius. Um eine Klimakatastrophe zu verhindern, müssen die EU und Österreich bis 2040 Klimaneutralität erreichen, zehn Jahre vor dem aktuellen Ziel 2050.

2. Wandel zu einer sozial und ökologisch gerechten Wirtschaft im Interesse von Mensch und Natur anstatt im Interesse von Großkonzernen. Ein strenger wirtschaftspolitischer Rahmen auf nationaler sowie EU-Ebene muss verbindliche Regeln für Unternehmen definieren. Dazu zählen ein umfassendes Lieferkettengesetz sowie eine konsequente ökosoziale Förder- und Steuerpolitik.

3. Die EU und Österreich müssen ein internationales Schutzsystem für Menschen schaffen, die aufgrund der Klimakrise ihr Zuhause verlieren. Eine solidarische und menschenrechtsbasierte Migrationspolitik braucht gezielte Unterstützung in Herkunfts- und Transitländern sowie einen internationalen Schutzmechanismus für Menschen, die von klimabedingter Migration betroffen sind.

4. Junge Menschen müssen als Hauptbetroffene in klimapolitische Entscheidungen einbezogen werden. Dazu müssen Jugendräte mit dem Status von Sozialpartner*innen auf EU-Ebene sowie in den Mitgliedsstaaten ins Leben gerufen und verbindlich eingebunden werden. Die UN Youth Advisory Group on Climate Change (UN-Jugendklimarat) kann dafür Vorbild sein.

Die Forderungen im Detail

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Noch 4 Plätze: Werde Teil der #VoicesOfChange Jugendredaktion

Du interessierst dich für soziale Medien? Du möchtest aktiv werden und dich für Klimagerechtigkeit einsetzen?  Du wolltest schon immer wissen, wie eine NGO arbeitet und Kampagnen organisiert? 

Dann bist du bei #VoicesOfChange genau richtig!

Im Rahmen unserer europaweiten Klimagerechtigkeits-Kampagne #ClimateOfChange suchen wir junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren, die Teil unserer Jugendredaktion – und so zur Stimme von #ClimateofChange – werden wollen.

Bei #VoicesOfChange erwartet dich ein spannender Austausch mit anderen engagierten jungen Menschen, du lernst mehr zum Thema Klimagerechtigkeit und wie man Social Media Kommunikation nutzen kann, um sich für ein Thema einzusetzen.

Schick uns einfach ein kurzes, kreatives Bewerbungsvideo (Story, Reel, TikTok oder Ähnliches) und sag uns, warum du mitmachen möchtest. Wir freuen uns auf deine Nachricht in unserem Email-Postfach isabella.szukits@suedwind.at bis spätestens 8. Juni 2021. Mehr erfahren

Europaweite Jugend-Umfrage: Klimaschutz ist wichtigstes Anliegen. Große Mehrheit findet Wirtschaftssystem ungerecht.

Im Rahmen der #climateofchange Initiative wurde am 21. April 2021 eine neue Umfrage präsentiert, bei der mehr als 22.000 junge Menschen in ganz Europa zu den Themen Klimakrise, Wirtschaftssystem und klimabedingter Migration befragt wurden. Für Österreich zeigt sich, dass junge Menschen die Klimakrise ernst nehmen, große Gerechtigkeitsdefizite im Wirtschaftssystem sehen und offen sind für die Aufnahme von Menschen, die vor Klimaauswirkungen Schutz suchen.

In Österreich sehen mehr als die Hälfte (55%) der jungen Befragten im Klimawandel die größte globale Herausforderung, gefolgt von Umweltzerstörung (44%). Drei Viertel (75%) sind der Meinung, „dass wir unsere Konsumgewohnheiten nicht aufrechterhalten können, wenn wir gleichzeitig die Umwelt schützen wollen“. Sieben von zehn (70%) denken, dass die „Wirtschaft in Österreich zum Vorteil der Reichen und Mächtigen ausgerichtet ist“ und zwei Drittel (66%) sehen bei Wirtschaft und Industrie die größte Verantwortung, um die Klimakrise zu bewältigen. Gleichzeitig geben 83 Prozent an, Politiker*innen zu wählen, die den Themen Klimawandel, Migration und Klima-Migration Vorrang geben.

Hier finden Sie die gesamten Ergebnisse und Berichte.

Das waren die Debattier-Meisterschaften

Teilnehmer*innen beim West-Turnier
Teilnehmer*innen beim Ost-Turnier

Schüler*innen debattieren für ein #ClimateofChange!

Von 19.-22.04. haben in West- und Ostösterreich die Debattierturniere mit Schüler*innen stattgefunden. Es war ein tolles Online-Event mit spannenden Debatten rund um die Klimakrise.

AUFGEPASST:

Am 28.05. findet die Österreichische Staatsmeisterschaft im Debattieren statt – wir freuen uns, dass die besten Teams aus West- und Ostösterreich dabei sind.

Wir freuen uns, Bundesministerin Leonore Gewessler als einleitende Speakerin im Finale begrüßen zu dürfen!

Es wird auch einen Livestream des Finales geben, hier wird der Link zeitnah veröffentlicht!

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