Presseaussendung

02. April 2025 | Presse

Bündnis präsentiert Faktencheck zu Lieferkettengesetz und Omnibus 

Aktivistinnen fordern strenges Lieferkettengesetz vor dem Bundeskanzleramt

Wien, 02. April 2025 – Am heutigen internationalen Tag des Faktenchecks geht es darum, Aufmerksamkeit für das Erkennen von Desinformation zu schaffen. Auch rund um das EU-Lieferkettengesetz (CSDDD) kursieren zahlreiche Fehlinformationen. Die Kampagne “Menschenrechte brauchen Gesetze”, ein Zusammenschluss aus Arbeitnehmer:innenvertretungen und NGOs, setzt dem einen kompakten Faktencheck entgegen. Morgen, am Donnerstag, dem 3. April, stimmt das EU-Parlament über die Verschiebung des Lieferkettengesetzes um ein weiteres Jahr ab. Der Faktencheck soll dabei helfen, die aktuell laufende Omnibus-Debatte besser einordnen zu können.

“Echte Entbürokratisierung erfordert konkrete Regeln, die auf Fakten beruhen. Das EU-Lieferkettengesetz ist eine historische Chance für faire und nachhaltige Globalisierung”, sagt Stefan Grasgruber-Kerl, Lieferkettenexperte bei Südwind. “Die aktuellen Deregulierungspläne gefährden nicht nur Menschenrechte und Klima, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit verantwortungsvoller Unternehmen”, ergänzt Bettina Rosenberger, Geschäftsführerin des Netzwerks Soziale Verantwortung.

Durch den Faktencheck wird unter anderem deutlich, dass das EU-Lieferkettengesetz Vorteile für KMU bringt, weil es gleiche Regeln für alle schafft. Unternehmen (meist KMU), die bereits jetzt nachhaltig handeln und auf faire Produktionsbedingungen achten, haben derzeit einen wirtschaftlichen Nachteil. Durch das Lieferkettengesetz müssen künftig auch große Konzerne nachziehen. KMU selbst sind nur indirekt vom EU-Lieferkettengesetz betroffen. Für jene, die selbst als Produzenten in der Lieferkette großer Unternehmen tätig sind, sind Unterstützungen vorgesehen.

Der Faktencheck ist hier abrufbar:
Faktencheck zu CSDDD und Omnibus

Rückfragehinweis:

Bettina Rosenberger
Geschäftsführerin Netzwerk Soziale Verantwortung
bettina.rosenberger@nesove.at

Stefanie Marek
Pressesprecherin Südwind
stefanie.marek@suedwind.at
+43 680 1583016
www.suedwind.at

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