25. September 2026 | Aktuell

Südwind-Stiftungspreis geht heuer an zwei Frauen aus Wiesmath und Mönichkirchen

6 Frauen stehen vor hügeliger Landschaft nebeneinander und halten Urkunden und Schilder vor sich

Voll Stolz darf die Jury des Südwind-Stiftungspreises im Gedenken an Leopoldine Reisenbauer heuer zwei Frauen vor den Vorgang bitten, die sich besonders für den Fairen Handel und Globale Verantwortung in der Buckligen Welt und im Wechselland engagierten.

Die Marktgemeinde Mönichkirchen am Wechsel nominierte für den Stiftungspreis Frau Karoline Reidinger. Frau Reidinger hat sich über viele Jahre hinweg mit großem Engagement und persönlichem Einsatz für das Thema Fairtrade eingesetzt. Sie war maßgeblich an der Umsetzung und Weiterentwicklung der Fairtrade-Initiativen in der Gemeinde und in der FAIRTRADE Region Bucklige Welt-Wechselland beteiligt. „Frau Reidinger ist eine Pionierin in Sachen FAIRTRADE Gemeinden, denn durch ihre Initiative wurde Mönichkirchen gemeinsam mit Wiener Neustadt als erste FAIRTRADE Gemeinde in Niederösterreich ausgezeichnet. Nächstes Jahr, also 2027 begehen wir in ganz Niederösterreich das 20-jährige Jubiläum der FAIRTRADE Gemeinden und Frau Reidinger war hier Kooperationspartnerin von Beginn an. Im Wechselland und in der Buckligen Welt konnten dazu seither wesentliche Meilensteine und vielfältige Projekte umgesetzt werden“, so Ingrid Schwarz von Südwind Niederösterreich.

Die Marktgemeinde Mönichkirchen und Südwind Niederösterreich möchten mit dieser Auszeichnung ihren besonderen Einsatz und ihren wertvollen Beitrag für eine faire und nachhaltige Gemeinde und Region würdigen.

Die zweite Preisträgerin kommt aus der Gemeinde Wiesmath. Helga Handler sorgt seit unzähligen Jahren dafür, dass in der Pfarre Wiesmath Produkte aus dem Weltladen angeboten werden. Mehrmals im Jahr fuhr sie mit ihrem Auto nach Wiener Neustadt um Waren zu holen, baute Verkaufstische im Pfarrheim auf, präsentierte bei den diversen Veranstaltungen mit viel Engagement die Produkte, konnte auch sehr gut beraten und freute sich jedes Mal von Herzen, wenn etwas Passendes für die Kund:innen dabei war.

Wenn es ihre Gesundheit erlaubt, ist Frau Handler noch immer als Lektorin der Pfarre aktiv. Viele Jahre half sie bei der Organisation der Seniorenrunden im Pfarrheim. Weiters war es ihr eine Freude, kranke bzw. alleinstehende Mitmenschen zu besuchen.

Elisabeth Braunstorfer hat Frau Handler nominiert und hat auch ihren Einsatz für eine Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien hervorgehoben. Vor mehr als 30 Jahren nahm Helga Handler ein junges Ehepaar mit zwei Kleinkindern, die vor dem Krieg geflüchtet waren, in ihr Wohnhaus auf, sorgte für Essen und Kleidung, konnte dem Familienvater eine Arbeitsstelle organisieren und ermöglichte den Kindern Kontakte zu anderen Familien, sodass sie eine möglichst unbeschwerte Zeit in Wiesmath verbringen konnten, bis sie dann später ein anderes Zuhause fanden.

„Frau Handler hat vieles zum Wohle anderer geleistet hat, für mich ist sie eine aufgeschlossene, selbstbewusste Botin der Menschlichkeit“, so Elisabeth Braunstorfer.

“Das Preisgeld von insgesamt € 1000,- wird heuer geteilt, die Wertschätzung für beide Frauen ist auch deshalb so besonders, weil es sowohl eine Vertreterin aus der Buckligen Welt und als auch eine Vertreterin aus dem Wechselland ist, die von der Jury ausgewählt wurde“, so Ingrid Schwarz von Südwind Niederösterreich. Damit bekommt das Regions-Leitbild „In Vielfalt verbunden“ auch beim Südwind-Stiftungspreis in Gedenken an Leopoldine Reisenbauer eine besonders integrative Bedeutung im Sinne des Fairen Handels und der Globalen Verantwortung in der Region.

Foto 1: Von links: Elisabeth Braunstorfer, BhW-Obfrau Edith Tippel, Südwind NÖ-Regionalstellenleiterin Ingrid Schwarz, Preisträgerin Helga Handler, Leopoldine Reisenbauers Tochter Margit Sauer und Regionsobfrau Michaela Walla

Foto 2: Preisträgerin Karoline Reidinger aus Mönichkirchen

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