Von Ende der 1990er Jahre bis 2012 war er ehrenamtlich im Vorstand von Südwind tätig und viele Jahre Schriftführer des Südwind Vereins.
Peter war unter anderem als Industrial Development Officer bei der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) in der Abteilung für industrielle Studien tätig und maßgeblich an strategischen Projekten zur industriellen Zusammenarbeit beteiligt. In den 1980er Jahren lag ein Schwerpunkt seiner Arbeit auf der afrikanischen Industrieentwicklung. Er koordinierte Forschungsarbeiten, erstellte sektorale Analysen und organisierte UN-Konferenzen, um den Technologietransfer und den Aufbau eigener Industriekapazitäten in Ländern des Globalen Südens voranzutreiben. Im Auftrag der UNIDO reiste er zu operativen Einsätzen und Verhandlungen weltweit, um gemeinsam mit Regierungsvertretern und der Wirtschaftskommission der UN für Afrika (ECA) regionale Industrieprogramme umzusetzen.
Nach seiner aktiven Dienstzeit engagierte sich Peter Lillie stark in der ARICSA (Association of Retired International Civil Servants in Austria –Vereinigung ehemaliger internationaler Zivilbediensteter in Österreich) in Wien, wo er unter anderem als Vizepräsident und Präsident aktiv war. Er vertrat die Interessen ehemaliger UN-Mitarbeiter:innen im globalen Dachverband FAFICS (Federation of Associations of Former International Civil Servants). Bei den jährlichen FAFICS-Räten und anderen UN-Personalversammlungen (wie der Federation of International Civil Servants’ Associations – FICSA) fungierte er regelmäßig als offizieller Rapporteur (Berichterstatter).In Wien leitete er zudem den „1% for Development Fund Vienna“, eine gemeinnützige Initiative von UN-Mitarbeitern, bei der aktive und ehemalige Bedienstete ein Prozent ihres Gehalts für weltweite Entwicklungsprojekte spenden.
Als Ehrenmitglied des Südwind Bundesvereins hat Peter Lillie in New York persönlich für Südwind vorgesprochen und mit viel Hartnäckigkeit mitgeholfen, die UN-Bürokratie zu überwinden und Südwind dazu verholfen, Beobachterstatus im Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) zu erlangen.
Er war bekannt und geschätzt für seine exzellente Ausdrucksweise und sprachliche Stilsicherheit. So gab es in der UN den Ausdruck “Lilliesiert”. Dokumente mussten von ihm sprachlich freigegeben werden. Er hat auch den Ausdruck “Budget Kills” kreiert, der als Slogan für öffentlichkeitswirksame Protestaktion gegen die massiven Budgetkürzungen für die österreichische Entwicklungszusammenarbeit (EZA) im Herbst 2010 verwendet wurde.
Nicht nur hat Südwind seinem Engagement und seiner Großzügigkeit Vieles zu verdanken. Darüber hinaus wird Peter Lillie vielen Wegbegleiter:innen als „feiner Mensch“ und „wahrer „Sir“ in Erinnerung bleiben. Unser herzliches Beileid gilt der Familie sowie allen Freund:innen und Wegbegleiter:innen.
Das Südwind-Team







