Im Rahmen des 35. Internationalen Filmfestival Innsbruck (IFFI) verlieh die IFFI-Jugendjury auch heuer wieder den mit 1500.- Euro dotierte Südwind-Filmpreis. Entgegennehmen durfte diesen der Regisseur Akio Fujimoto für sein Werk „Harà Watan (Lost Land)“, in dem er von der beschwerlichen und abenteuerlichen Flucht der 9-jährigen Somira und ihrem kleinen Bruder aus einem Rohingya-Flüchtlingslager nach Malaysia erzählt.
Der Südwind-Filmpreis wird bereits seit 2001 vergeben. Damit erhalten Filmschaffende Aufmerksamkeit, die im internationalen Festivalbetrieb oftmals übersehen werden. Gleichzeitig ermöglicht die Teilnahme an der IFFI-Jugendjury und den begleitenden Südwind-Workshops jungen Menschen eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Medium Film und ein Eintauchen in andere Lebenswelten.
2026 nutzen sieben junge Menschen aus verschiedenen Bildungseinrichtungen diese Möglichkeit und begründeten ihre Wahl des Gewinnerfilms „Harà Watan (Lost Land)“ von Akio Fujimoto folgendermaßen:
Der Südwind-Preis 2026 der Jugendjury geht an einen Film, der aus Kinderperspektive das Thema Aufbruch in eine scheinbar bessere Welt darstellt. Nicht nur harte Realität wird gezeigt, sondern auch Hoffnung, Solidarität und der Versuch, sich eine Art von Kindlichkeit zu bewahren. Durch die teilweise stark bewegte Handkamera ist das Publikum sehr nahe am Geschehen. Diese Kameraführung sowie die beeindruckenden Laiendarsteller, die raue, oft bedrohliche Natur und natürlich die realistische Erzählweise des Regisseurs geben dem Film eine fast dokumentarische Qualität, die uns ebenso sehr beeindruckt hat wie die Momente der Fürsorge und die von Liebe getragene Geschwisterbeziehung.
Es ist uns eine große Freude, den Südwind-Preis einem Film zu überreichen, der einem bedrohten und verfolgten Volk im wahrsten Sinne des Wortes eine Stimme verleiht. Herzliche Gratulation an Akio Fujimoto und seinen bewegenden Film “Harà Watan (Lost Land)”.
Mit dem ersten in der Sprache der Rohingya gedrehten Spielfilm setzte sich Akio Fujimoto gegen die ebenfalls im Wettbewerb gezeigten Filme „Chhora Jastai (Shape of Momo)“ von Tribeny Rai, „Becoming“ von Zhannat Alshanova und „Memory of Princess Mumbi“ von Damien Hauser durch.







