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EZA-Fachtagung der Stadt Wien: “Wohnen für alle – Globale Perspektiven auf ein Menschenrecht”
17.11.2026, 16:00h – 19:30h, Wappensaal, Rathaus WienAnmeldungen unter: tagung@suedwind.at
Wohnen ist viel mehr als ein Dach über dem Kopf!
Es ist die Grundlage für Würde, Sicherheit und Teilhabe – und ein Menschenrecht. Dennoch befinden wir uns mitten in einer globalen Wohnkrise: Rund 2,8 Milliarden Menschen leben ohne angemessenen Wohnraum, davon 1,1 Milliarden in informellen Siedlungen oder Slums und mehr als 300 Millionen Menschen sind obdachlos.
Die Ursachen sind vielfältig: Bevölkerungswachstum und Urbanisierung treffen auf steigende Boden- und Immobilienpreise, soziale Ungleichheit, unzureichende Raumplanung sowie die Folgen der Klimakrise. Gleichzeitig wird Wohnraum weltweit zunehmend als Anlage- und Spekulationsobjekt betrachtet.
Weltweit gibt es bereits zahlreiche Ansätze die zeigen, dass Veränderung möglich ist: partizipative Stadtentwicklung, sozialer Wohnbau, innovative Finanzierungsmodelle, die Aufwertung informeller Siedlungen und die Stärkung von Land- und Wohnrechten schaffen Perspektiven für Millionen Menschen. Damit die internationalen Nachhaltigkeitsziele erreicht werden können, braucht es entschlossenes Handeln auf lokaler, nationaler und globaler Ebene.
Die EZA-Fachtagung bringt sechs internationale Expert*innen aus Forschung, Praxis und Politik zusammen. Gemeinsam diskutieren wir die Ursachen der globalen Wohnkrise, lernen erfolgreiche Lösungsansätze aus verschiedenen Weltregionen
kennen und fragen, welche Verantwortung Politik, Zivilgesellschaft und internationale Zusammenarbeit tragen. Ziel der Fachtagung ist es, den Austausch zu fördern, voneinander zu lernen und Impulse für eine gerechtere Wohnraumpolitik zu setzen – in Österreich, Europa und weltweit.
Speaker:innen:
- Claudio Acioly Jr.– Architekt und Stadtplaner, IFHP – International Federation for Housing and Planning, ehemaliger Leiter der Wohnungspolitik bei UN-Habitat, Niederlande.
- Maartje van Eerd – Expertin für Wohnungswesen und soziale Entwicklung am Institut für Housing und Urban Development Studies, Niederlande.
- Martin Jimmy Namupala – Stellvertretender Leiter Inclusive and Sustainable Urban Development, GIZ, Namibia.
- Marta Ribera Carbó – Europäische Projektdirektorin, The Shift Europe, Spanien.
- Katarzyna Przybylska – Stellvertretende Leiterin für Advocacy und EU-Public-Affairs, Habitat for Humanity International, Polen.
- Elisabeth Hammer – Geschäftsführerin von neunerhaus, Österreich.
Über die Entwicklungspolitische Fachtagung der Stadt Wien:
Die Entwicklungspolitische Fachtagung der Stadt Wien – organisiert von Südwind – ist ein jährlicher Fixpunkt, um zentrale Themen der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe zu diskutieren und internationale Expert:innen zu vernetzen. Die Fachtagung stärkt den Erfahrungsaustausch über Grenzen hinweg und ist wichtiger Impulsgeber für den öffentlicher Diskurs sowie für politische Entscheidungsträger:innen. Die jährlich wechselnden Schwerpunktthemen orientieren sich an den Sustainable Development Goals.
Die Stadt Wien unterstützt zivilgesellschaftliche Organisationen bei der Durchführung von Entwicklungsprojekten in Afrika, Asien und Osteuropa. Für die Durchführung dieser Aktivitäten ist die Abteilung für Europäische Angelegenheiten (MA 27) verantwortlich.
Die Fachtagungen im Rückblick
Mobilität als Schlüssel zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung
Am 12. November 2025 lud die Stadt Wien rund 150 Gäste zur EZA-Tagung in den Wappensaal, um Mobilität als Schlüssel zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung im Kontext internationaler Entwicklungszusammenarbeit zu diskutieren.
Am Podium vertreten waren:
- Olivia Lamenya, Senior Advisor for Africa Logistics & Climate Action at the Kühne Climate Center, Kenia
- Godwin Festival Boateng, Senior Researcher in Mobility Governance at the Transport Studies Unit, Oxford University, UK/Ghana
- Verónica Ortiz Cisneros, Global Communications Director at the Institute for Transportation & Development Policy, Mexiko (Zuschaltung)
- Harald Frey, Senior Scientist am Institut für Verkehrswissenschaften, Technische Universität Wien, Österreich
- Michael Schwendinger, Verkehrspolitischer Sprecher des VCÖ – Mobilität mit Zukunft, Österreich
- Aida Susana Lopez Mendez, Corporate Partnerships & Educational Initiatives Manager, MIVA, Österreich
Globale Ungleichheiten im Fokus der Entwicklungszusammenarbeit
Am 30. Oktober 2024 lud die Stadt Wien rund 200 Gäste zur EZA-Tagung in den Wappensaal, um globale Ungerechtigkeit im Kontext internationaler Entwicklungszusammenarbeit zu diskutieren.
Am Podium vertreten waren:
- Karin Fischer, Leiterin des Arbeitsbereichs Globale Soziologie und Entwicklungsforschung, JKU Linz
- Max Lawson, Leiter der Abteilung Ungleichheitspolitik bei Oxfam International, UK
- Tanya Cox, Direktorin von CONCORD, Brüssel
- Simon Bukenya, Programmmanager bei AFSA, Uganda
- Melissa Murwira, Managerin von Young Volunteers for Environment, Simbabwe
- Marisa Kröpfl, Programmkoordinatorin bei Licht für die Welt, Österreich
Klimagerechtigkeit aus entwicklungspolitischer Perspektive (SDG 13)
Am 17. Oktober 2023 luden Südwind und die Stadt Wien sechs Expert:innen ein, um Klimagerechtigkeit im Kontext globaler Gerechtigkeit zu thematisieren und Good-Practices aufzuzeigen
Am Podium vertreten waren:
- Helga Kromp-Kolb, Emeritierte Universitätsprofessorin für Meteorologie und Klimatologie an der Universität für Bodenkultur, Wien
- Jana Berchtold, UN-Jugenddelegierte, Bundesjugendvertretung, Wien
- Jacqueline Cottrell, Expert for ecological fiscal policy, Forum Ökosoziale Marktwirtschaft, UK/DE
- Pablo Villegas Nava, Head of the Natural Resources team of the Documentation and Information Centre, Bolivia (CEDIB)
- Doris Brenner, Projektkoordinatorin und Technical Advisor Food Security, Brot für die Welt, Wien
- Timothy Lenton, Founding Director of the Global Systems Institute and Chair in Climate Change and Earth System Science at the University of Exeter, UK

Nachhaltige Stadtentwicklung aus vielen Perspektiven beleuchtet (SDG 11)
Am 24. Oktober 2022 luden Südwind und die Stadt Wien fünf Expert:innen ein, um über zukunftsfähige Ideen und konkrete Fallbeispiele zu nachhaltigem Städtebau zu diskutieren.
Am Podium vertreten waren:
- Ian Banerjee, Stadtforscher der Technischen Universität Wien
- Hannes Juhlin Lagrelius, Program Officer, Globales Programm für integrative und barrierefreie Stadtentwicklung, World Blind Union, Nairobi
- Karin Küblböck, Ökonomin und Senior Researcher bei der Österreichischen Forschungsstiftung für internationale Entwicklung (ÖFSE), Wien
- Julian Baskin, Direktor für Stadtentwicklung, Cities Alliances, UNOPS, Belgien
- Sarah Habersack, Leiterin des strategischen Bereichs „Urbaner Wandel“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Brasilien

Nachhaltige Entwicklung braucht Bildung für ALLE (SDG 4)
Am 28. November 2019 luden Südwind und die Stadt Wien sechs Expert:innen ein, um über die Rolle von Bildung als Menschenrecht und als Türöffner für ein würdevolles Leben zu sprechen.
Am Podium vertreten waren:
- Bilal Barakat, Senior Policy Analyst für den Global Monitoring Report (GEM), UNESCO, Paris
- Leon Tikly, Global Chair in Education, Director of the Centre for Comparative and International Research in Education, Professor at University of Bristol, UK
- Andrea Schmölzer, Leiterin der Abteilung EU-Koordination- Bildung und multilaterale Angelegenheiten, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Wien
- Margarita Langthaler, Senior Researcher bei der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) sowie Mitglied des Fachbeirates „Transformative Bildung“ der Unesco-Kommission, Wien
- Irita Opara, Programmkoordinatorin und Expertin für nachhaltige Energiesysteme bei Jugend Eine Welt, Äthiopien & Uganda
- Flutra Gorana, Senior Programme Manager at War Child, Lebanon










