Das von der Europäischen Union finanzierte Projekt AMINA hat sich zum Ziel gesetzt, Fehlinformationen im Zusammenhang mit Migration entlang der Route Nigeria–Niger–Europa entgegenzuwirken.
Zielgruppen
- Potenzielle Migranten in Nigeria und im Niger
- Transitmigranten im Niger (Zinder, Agadez und Niamey)
- Nigerianische, nigrische und andere Diasporagemeinschaften in Europa (Italien, Österreich, Spanien, Griechenland)
Zielgebiete:
- Nigeria (Herkunftsland – Lagos und Abuja)
- Niger (Transitland – Agadez, Niamey)
- Europa (Zielregionen – Griechenland, Italien, Österreich und Spanien,)
AMINA läuft über drei Jahre, von April 2026 bis März 2029.
Über das Projekt:
Die Grundlage des Projekts bildet die Erkenntnis, dass viele migrationsbezogene Entscheidungen durch verzerrte oder unvollständige Informationen beeinflusst werden. Solche Informationen werden häufig über informelle Netzwerke, Schleuser oder soziale Medien verbreitet. Dies kann zu gefährlichen Entscheidungen sowie einem erhöhten Risiko von Ausbeutung und Missbrauch führen.
AMINA verfolgt einen menschenrechtsbasierten und evidenzgestützten Ansatz. Ziel des Projekts ist es nicht, Migration zu verhindern, sondern sicherzustellen, dass Menschen fundierten, bewusste und freiwillige Entscheidungen treffen können. Die Maßnahmen werden entlang der gesamten Migrationskette (Herkunfts-, Transit- und Zielregion) umgesetzt. Dabei kommt ein integriertes Modell zum Einsatz, das Forschung, Kommunikation und soziales Engagement verbindet. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit Partnergemeinschaften in Nigeria und Niger sowie mit Diaspora-Organisationen in Europa.
Allgemeines Ziel:
Auswirkungen von Desinformation auf Migrationsentscheidungen verringern, indem sachliche Informationen durch digitale Kampagnen, Sensibilisierungsmaßnahmen in Gemeinschaften sowie partizipative Ansätze der Diasporagemeinschaften gefördert werden.
Spezifische Ziele:
- Verbesserung des Zugangs zu verlässlichen Informationen über Migration für potenzielle Migrantinnen und Migranten sowie für diejenigen, die sich auf der Durchreise in Nigeria und Niger befinden.
- Stärkung der nigerianischen und nigrischen Diasporagemeinschaften in Europa sowie anderer Gemeinschaften, um ihre Peer-to-Peer-Maßnahmen gegen Desinformation zu fördern.
- Verbesserung des Zugangs zu Beratungsdiensten im Bereich Migration und Wiedereingliederungshilfe durch Anlaufstellen und lokale Sensibilisierungsmaßnahmen.
- Förderung eines geschlechtersensiblen Bewusstseins für Migrationsfragen und Förderung der Beteiligung von Frauen an den Projektaktivitäten.
Wichtigste Aktivitäten:
- Forschung und Analyse: Erfassung von Informationslücken durch das Zuhören Migrationserzählungen in Nigeria und Niger sowie aus der nigerianischen und nigrischen Diaspora in Europa.
- Gemeinsame Erstellung von Inhalten: Produktion von Multimedia-Materialien (Videos, Podcasts, Social-Media-Kits) auf der Grundlage von Erfahrungsberichten und objektiven Daten.
- Peer-to-Peer-Schulung: Befähigung von 400 Personen zu „vertrauenswürdigen Botschafter:innen” innerhalb der Diaspora-Gemeinschaften sowie in Nigeria und Niger.
- Awareness campaigns: implementing digital outreach and on-the-ground activities in Nigeria and Niger to raise awareness about the risks of irregular migration.
- Beratung und Orientierungshilfen: Einrichtung von Stellen in Lagos und Abuja, um Rechtsberatung und Orientierungshilfe zu sicheren Migrationsrouten anzubieten.
- Politischer Dialog und Vernetzung: Organisation von Expert:innen-Runden und einer Abschlusskonferenz in Brüssel zum Austausch bewährter Verfahren mit Europäischen Institutionen.
- Monitoring und Evaluierung: Kontinuierliche Analyse der Wirkung der Botschaften und der Veränderungen in der Wahrnehmung der Zielgruppen.
Erwartete Ergebnisse:
- Verbessertes Bewusstsein und Wissen: Mindestens 60 % der Teilnehmenden der Sensibilisierungsmaßnahmen zeigen nach der Vorher-Nachher-Bewertung ein besseres Verständnis der Migrationsrisiken und legalen Wege.
- Engagement der Diaspora: 400 Mitglieder der Diaspora in den Partnerländern werden geschult; Mindestens 25 % engagieren sich aktiv für Sensibilisierung
- Zugang zu Beratung und Dienstleistungen: 10.000 Personen werden durch Helpdesks und Outreach-Aktivitäten in Nigeria und Niger erreicht.
- Geschlechtergerechtigkeit: Mindestens 45% der direkten Begünstigten sind Frauen oder Mädchen, wodurch eine geschlechtersensible Öffentlichkeitsarbeit und Teilhabe gewährleisteten wird.
- Ergebnis der Kampagne: Erstellung von Multimedia-Materialien und Toolkits sowie Durchführung einer transnationalen Sensibilisierungskampagne in ganz Europa und Westafri
Kontakt
Mag.a Téclaire Ngo Tam
Referentin für Bildungsarbeit
+ 43 512 58 24 18 – 3
teclaire.ngotam@suedwind.at
Projektpartner
COMUNITA PAPA GIOVANNI XXIII APG23) (Lead, Italien),
FUNDACION BLANQUERNA FB – https://www.blanquerna.edu (Spanien).
PROGETTOMONDO – ETS Progettomondo – https://www.progettomondo.org/ (Italien)
CONDIVISIONE FRA I POPOLI (CFP) – https://www.condivisionefraipopoli.org (Italien)
ODYSSEA – https://odyssea.com (Griechenland)
Förderhinweis
Dieses Projekt wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union erstellt. Die darin vertretenen Standpunkte geben die Ansicht von Südwind wieder und stellen somit in keiner Weise die offizielle Meinung der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) dar. Weder kann die Europäische Union noch EACEA für eine etwaige Verwendung der darin enthaltenen Informationen verantwortlich gemacht werden.







