Aktuelles vom Projekt
Große Wirkung benötigt lange Ausdauer
Seit 2024 bringt Global Districts Globales Lernen zu jungen Menschen, die sonst kaum Zugang dazu haben. Über Sport, Musik oder Kunst holen wir die jungen Menschen dort ab, wo sie eh schon sind. Damit das auch über die Projektlaufzeit hinaus wirkt, bilden wir Multiplikator:innen aus. Finanziert wird das auch mit EU-Fördermitteln. Lokales Wissen, global gefördert.
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Die Regierung streicht Globales Lernen. Wir nicht.
im Sudan sind über zwölf Millionen Menschen auf der Flucht. Im Nahen Osten wird um eine Meerenge gekämpft, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls fließt. In ganz Europa sind diesen Sommer Wälder abgebrannt und Ernten vertrocknet.Das sind nur drei Beispiele für Krisen, die nicht an Grenzen haltmachen. Wer erklärt das jungen Menschen? Wer diskutiert mit ihnen die Auswirkungen auf ihr Leben und wer zeigt ihnen, dass sie selbst etwas bewirken können, statt nur Angst vor der Zukunft zu haben?
Geht es nach der Politik: gar niemand mehr! Zumindest nicht im Unterricht. Denn Der neue AHS-Lehrplanentwurf streicht Globales Lernen (Global Citizenship Education) ersatzlos und ohne Begründung.
Deshalb fordert Südwind gemeinsam mit einem breiten Bündnis von Bildungs-Expert:innen eine umgehende Korrektur ein: Bildungsminister Wiederkehr muss diese Streichung zurücknehmen!
Südwind springt ein, wo die Politik aussteigt
Mit über 600 Schulworkshops allein letztes Jahr bringt Südwind Globales Lernen seit Jahrzehnten in die Klassenzimmer. Damit Kinder und Jugendliche von Klein auf lernen, wer an einer Tafel Schokolade verdient, was genau in unseren Handys steckt und wie jede und jeder Einzelne zu mehr Gerechtigkeit beitragen kann.
Mit Global Districts geht Südwind noch einen Schritt weiter. Das Projekt richtet sich genau an jene Jugendlichen, über die oft geredet wird, aber nicht mit ihnen: Sozial benachteiligte junge Erwachsene, die kaum Berührung mit globalen Themen haben, gestalten hier aktiv mit, durch kreative Zugänge über Sport, Musik und Freizeit. Südwind begegnet ihnen dort, wo sie ohnehin schon sind und lädt sie ein mitzureden.
Um diese Arbeit langfristig abzusichern brauchen wir Unterstützung!
Projektbeschreibung
Globale Krisen erfordern lokales Handeln – insbesondere durch junge Menschen. Doch viele Jugendliche, vor allem Mädchen und sozial benachteiligte Gruppen, stoßen auf erhebliche Hürden: mangelnde Teilhabechancen, Vorurteile und fehlende Ressourcen erschweren ihr gesellschaftliches Engagement. Auch Pädagog:innen und zivilgesellschaftliche Organisationen stoßen an Grenzen, da ihnen oft Methoden und Mittel fehlen, um junge Menschen inklusiv einzubinden.
Das Projekt Global Districts will genau hier ansetzen: Es richtet sich gezielt an Personen zwischen 15 und 30 Jahren, die bisher wenig Berührung mit globalen Gerechtigkeitsfragen hatten. Mit niederschwelligen, kreativen Angeboten aus Freizeit, Sport und Kultur sollen sie für globale Themen sensibilisiert und zu lokalem Engagement motiviert werden. In Zusammenarbeit mit Jugendeinrichtungen, Schulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen bietet das Projekt Raum für erste Erfahrungen und Begegnungen mit globalem Lernen.
Workshops, Summer Schools und Social Media-Kampagnen vermitteln praxisnahes Wissen und befähigen die Teilnehmenden, eigene Projekte mit globalem Bezug vor Ort umzusetzen. Gleichzeitig stärkt Global Districts Fachkräfte und Organisationen in ihrer inklusiven Bildungsarbeit – und trägt so langfristig zu mehr Teilhabe und einem stärkeren zivilgesellschaftlichen Engagement junger Menschen bei.
Geplante Aktivitäten
- Studie zu Hürden und bewährten Praktiken hinsichtlich der Inklusion von Mädchen in zivilgesellschaftliches Engagement
- Mapping regionale Angebote und Partizipationsmöglichkeiten für Jugendliche
- Erstellung von Bildungsmaterialien zu inklusiver Global Citizenship Education, insbesondere für die non-formale Bildung
- Fortbildung für Pädagog:innen (Lehrkräfte und Jugendarbeit) zu inklusiver Global Citizenship Education
- Mehrteiliges Online-Training zu Intersektionalität und genderreflexiver Bildung
- In Issue Raising-Workshops entwickeln Jugendliche eigene Ideen zur Umsetzung lokal-globaler Projekte
- Niederschwellige Workshops bringen Jugendliche, die sich bisher wenig für globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung engagiert haben, über sportliche Aktivitäten oder kreative Angebote mit Themen der Global Citizenship Education in Kontakt
- In Sommerschulen / Camps bekommen junge Aktivist:innen das Handwerkszeug, um ihr politisches Engagement zu stärken
- 15 junge Menschen aus der EU haben die Gelegenheit 15 junge Menschen aus dem Tschad bei 4 virtuellen Treffen zu begegnen, um gemeinsam über lokales Engagement nachzudenken
- Erarbeitung von Policy-Empfehlungen zur Verankerung inklusiver Global Citizenship Education in der non-formalen Bildungsarbeit (durch Vertreter:innen aus der Zivilgesellschaft, Pädagog:innen, Behörden und jungen Menschen)
Projektziele
Das Projekt verfolgt drei konkrete Ziele: Es aktiviert gezielt mehr junge Menschen aus bisher wenig eingebundenen Bevölkerungsgruppen – mit gleichberechtigter Beteiligung von jungen Frauen und Männern –, sich lokal und global gegen Ungleichheiten zu engagieren. Es verankert inklusive Global Citizenship Education stärker in politischen Konzepten und der außerschulischen Praxis. Und es stärkt gezielt Mädchen und junge Frauen aus marginalisierten Lebensrealitäten, damit sie ihre Stimme erheben, Verantwortung übernehmen und als Führungspersönlichkeiten im zivilgesellschaftlichen Engagement sichtbar werden.
Kontakt
Nina Marcher
nina.marcher@suedwind.at
+ 43 512 58 24 18
Partnerorganisationen
Fondazione ACRA (Lead, Italien)
ActionAid Hellas (Griechenland)
Anthropolis Egyesület (Ungarn)
Association Assistance and Programs for Sustainable Development – Agenda 21 (Rumänien)
Center for Citizenship Education (Polen)
Finep Academy (Deutschland)
People in Need (Slovakei)
Suedwind Entwicklungspolitik Tirol (Österreich)
WeWorld (Italien)











