Meine Revolution. Reflexionen von 1989 für die heutige Jugend

Was waren Forderungen von Jugendlichen in Österreich, Europa und weltweit im Wendejahr 1989 und was sind sie heute?

In „My Revolution“ lernen Jugendliche über die bewegte Zeit von 1989, die geprägt war vom Ende des Sozialismus und vom Falls des Eisernen Vorhangs, auch an der österreichischen Grenze. Dabei steht nicht Faktenwissen im Vordergrund, sondern die Auseinandersetzung damit, was Jugendliche in Ost und West damals verändern wollten.

Darauf aufbauend begleitet Südwind die Teilnehmenden dabei, ihre eigenen Forderungen an Politik und Gesellschaft heute zu formulieren, nicht nur für Österreich, sondern gemeinsam mit Jugendlichen aus Slowenien, Italien und Polen. Gemeinsam bringen die Jugendlichen ihre Forderungen im Europäischen Parlament ein.

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Einverständniserklärung Minderjährige

Workshops

Im Frühjahr 2020 wurden zahlreiche partizipative Workshops mit verschiedenen Jugendgruppen in Italien, Polen, Slowenien und Österreich durchgeführt. Ausgehend von der Rolle der Jugendlichen bei den Revolutionen im Jahr 1989 wurden folgende Fragen bearbeitet: • Was sind deine Forderungen heute an die Politik und die Gesellschaft? • Wofür würdest du dich engagieren und auf die Straße gehen? • Welche Veränderungen möchtest du in ganz Europa sehen? Am Ende jedes Workshops wurden die Hauptanliegen zu gemeinsamen Forderungen zusammengefasst. Aufgrund der COVID19-Ausnahmesituation mussten diese Workshops kurzfristig umgeplant und online durchgeführt werden.

Nationale Jugendkonferenzen

In vier nationalen Jugendkonferenzen in den jeweiligen Projektländern einigten sich die Jugendlichen auf ihre gemeinsamen Forderungen und stellten diese auch gleich dem My Revolution-Team eines anderen Landes vor. Die Videokonferenzen in Italien und Slowenien fanden parallel am 11. Juni 2020 statt, in Österreich und Polen am 19. Juni 2020.

1. Internationale Jugendkonferenz

Die erste internationale Jugendkonferenz fand von 15.-17. Juli 2020 statt. Der internationale Austausch musste vom geplanten Treffen in Krakau in den virtuellen Raum verlegt werden. Die Videokonferenz wurde ergänzt durch physische Treffen der Jugendlichen des jeweiligen Landes in Wien, Bologna, Ljubljana und Krakau. Jugendliche aus allen vier Projektländern tauschten sich über ihre politischen Forderungen aus. Der Schwerpunkt der ersten internationalen Konferenz lag auf Kreativ-Workshops. Darin wurden künstlerisch-kreative Ausdrucksformen geübt, um politische Forderungen sichtbar zu machen. Mit erfahrenen TrainerInnen aus verschiedenen Ländern setzen sich die Jugendlichen mit Tanz, Fotografie, Video, Theater der Unterdrückten, Zeichnen, Zero Waste / Upcycling und Memes auseinander.

2. Internationale Jugendkonferenz

Die zweite internationale Jugendkonferenz fand von 24. - 27. September 2020 in Wien statt. Erfreulicherweise konnte diese Konferenz in Präsenz stattfinden und die Jugendlichen aus Italien, Polen, Slowenien und Österreich konnten vor Ort über ihre Forderungen diskutieren, sich austauschen und auf ein gemeinsames Jugendmanifest einigen. Des Weiteren lernten die Jugendlichen bei einer interaktiven, revolutionären Stadtführung Wien kennen und waren Teil des 6. weltweiten Klimastreiks am 25. September. Im Rahmen der Konferenz in Wien entstand auch dieser spannende Beitrag im „Kurier“: kurier.at/kiku/jugendliche-wollen-gehoert-werden-zwei-manifeste/401065479

Europäisches Advocacy Training

Das Europäische Advocacy Training findet in zwei Teilen statt. Der erste Teil wurde am 27. September in Wien umgesetzt. Dabei erhielten die teilnehmenden Jugendlichen einen Einblick in die Funktionsweise der EU und lernten Möglichkeiten kennen, ihre Anliegen auf verschiedenen politischen Ebenen einzubringen. In Rollenspielen diskutieren die Jugendlichen ihre Anliegen aus verschiedenen politischen und zivilgesellschaftlichen Perspektiven. Der zweite Teil des Europäischen Advocacy Training wird im Rahmen der Brüssel-Reise stattfinden. Im zweiten Teil bereiten sich die Teilnehmenden auf die Präsentation ihres Jugendmanifests beim Runden Tisch im EU-Parlament vor.

 

Runder Tisch im EU-Parlament

Sobald es die COVID-Situation zulässt, werden die Jugendlichen aus Österreich, Italien, Polen und Slowenien ihr gemeinsam erarbeitetes europäisches Jugendmanifest im Europäischen Parlament in Brüssel präsentieren. Bei einem Runden Tisch mit politischen EntscheidungsträgerInnen diskutierten sie ihre Forderungen und überreichen das Manifest an EU-ParlamentarierInnen und VertreterInnen der EU-Kommission.

Förderhinweis

Das Projekt "My Revolution 1989" wurde kofinanziert durch das Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" der Europäischen Union 

und durch das Bundeskanzleramt Sektion II: Kunst und Kultur.