FEINAMC – Ausweitung und Verbreitung guter Praktiken zur Förderung der schulischen Eingliederung von neu angekommenen Kindern mit Migrationshintergrund

Das zwei-jährige EU-Erasmus+ Projekt „Disseminating and scaling up good practices to Foster Educational Inclusion of Newly Arrived Migrant Children“ – kurz FEINAMC – zielt auf die Inklusion neu angekommener Kinder mit Migrationshintergrund in das formale Bildungssystem ab, aber auch auf die Stärkung der globalen und interkulturellen Kompetenz von Schüler*innen und Lehrpersonal. Neben der Arbeit mit Schulen - bzw. mit Schüler*innen und Lehrer*innen - umfasst das Projekt auch eine ganze Achse, die sich an Bildungsbehörden richtet, um die öffentliche Bildungspolitik auf nationaler und europäischer Ebene zu beeinflussen, um die Agenda2030 und die Erreichung ihres nachhaltiges Entwicklungsziel 4 „eine inklusive, gerechte und hochwertige Bildung zu gewährleisten, die niemanden zurücklässt" zu fördern.

Projektmaßnahmen

Die oben genannten Projektziele sollen durch die Implementierung eines im Rahmen eines früheren EU Erasmus+ Projekts entwickelten Mentoring-Programms sowie eines Instruments zur Bewertung von Vorbildung erreicht werden. Es geht bei ersterem um eine Peer-to-Peer-Struktur, in der Schüler*innen neu angekommene Schüler*innen mit Migrationshintergrund in ihrem Prozess der Inklusion in das örtliche Bildungssystem begleiten. Das Ziel, die öffentliche Bildungspolitik auf nationaler und europäischer Ebene hinsichtlich der Erreichung der Agenda2030 und SDG4 zu beeinflussen, soll erreicht werden, indem entsprechende Werkzeuge, Ressourcen und Methoden zur Verfügung gestellt werden.

Es lassen sich somit folgende zwei Projektmaßnahmen zusammenfassen:

  • Die Verbreitung der bewährten Praktiken (in Bezug auf das Mentoring von neu angekommenen Kindern mit Migrationshintergrund und die Bewertung ihrer früherer Lernerfahrungen) in 5 Ländern auf lokaler und europäischer Ebene
  • Die Steigerung des Bewusstseins, des Wissens und der Kompetenz von Lehrer*innen und Bildungsbehörden in Bezug auf die schulische Inklusion von neu angekommenen Kindern mit Migrationshintergrund

Aufseiten der Schüler*innen sind folgende Aktivitäten geplant:

  • Die Implementierung des Mentoring-Programms, ein Trainingsprozess sowie Begleitung durch die Lehrer*innen
  • Ein eintägiges nationales Seminar für die Mentorinnen und Mentoren sowie Mentees
  • Ein 3-tägiges internationales Seminar für Mentorinnen und Mentoren (2 Mentorinnen bzw. Mentoren pro Land)
  • Validierung und Implementierung des Instruments zur Bewertung der Vorbildung von Schüler*innen ohne bzw. mit noch nicht ausreichenen Deutschkenntnissen.

Aufseiten der Lehrer*innen sind folgende Aktivitäten geplant:

  • Eine Lehrer*innenveranstaltung
  • Ein Workshop zum Erfahrungsaustausch unter Lehrer*innen, die an der Umsetzung beteiligt sind
  • Validierung des Beurteilungsinstruments für die Vorbildung von Schüler*innen ohne bzw. mit noch nicht ausreichenden Deutschkenntnissen
  • Ein internationales Seminar für Lehrer*innen, die das Mentoring-Programm in ihrer Schule leiten
  • Ein Leitfaden für Lehrer*innen für die Implementierung beider Praktiken

Fördergeberhinweis