Gestern und Heute: Für diese Eine Welt

altes Schiff auf See

Seit mittlerweile mehr als 35 Jahren ist Südwind (vormals "Österreichischer Informationsdienst für Entwicklungspolitik", ÖIE) in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit für eine nachhaltige, globale Entwicklung aktiv.

Eine Handvoll engagierter Menschen gründete 1979 den Österreichischen Informationsdienst für Entwicklungspolitik (ÖIE) – heute Südwind. "Entwicklungspolitik im eigenen Land" war ihre Devise. Ende der 1990er Jahre wurde der ÖIE in Südwind umbenannt. Das grundlegende Anliegen ist gleich geblieben: Durch Informations- und Bildungsarbeit will man Veränderungen im Norden und mehr Gerechtigkeit für den Süden erreichen. Ende der 1990er Jahre wurde auch der Verein ÖIE in "Südwind Entwicklungspolitik" umbenannt und die "Südwind Agentur" als gemeinnützige GesmbH gegründet.
2015 löste Südwind die gemeinnützige GesmbH wieder auf und operiert nur mehr rechtlich als Verein "Südwind", der verstärkt der zivilgesellschaftlichen Verankerung und dem Verständnis als NGO entspricht.

In den mehr als 35 Jahren entstand eine Palette an Workshops für Schulen, Bildungsmaterialien zum Südwind Bildungsschwerpunkt "Globales Lernen", interaktiven Ausstellungen sowie Kampagnen: "Jute statt Plastik" (1979), "Hunger ist kein Schicksal" (1980), "Stimmen für den Regenwald" (1992) sowie die "Clean Clothes Kampagne" (seit 2001) sind einige davon. Neu dazu kam Anfang 2000 der Aktionismus im Süden. In Ecuador besetzte etwa ein Team von Südwind gemeinsam mit ArbeiterInnen aus Protest gegen die unmenschlichen Bedingungen in der Blumenexportindustrie die Straßen zum Flughafen von Quito.

Denn trotz vieler Erfolge ist "Entwicklungspolitik im eigenen Land" nach wie vor notwendig. Die aktuellen globalen Krisen und Kriege treffen die Menschen im Süden am stärksten und verursachen Hunger, Elend, Flucht und Armut.
 

Tipp zum Weiterlesen: aus dem Südwind Magazin 05/2009: 30 Jahre Südwind