Parteiencheck zur Nationalratswahl 2019

Die Rohstoffversorgung für die österreichische Wirtschaft zu sichern ist ein wichtiges wirtschaftspolitisches Ziel. Doch unser Rohstoffhunger verursacht in anderen Erdteilen massive Schäden, die Umwelt wird zerstört und ArbeiterInnen ausgebeutet. Das blendete die österreichische Rohstoffstrategie bisher leider völlig aus.

Südwind hat als Teil des NGO-Bündnisses AG Rohstoffe im Vorfeld der Nationalratswahlen bei den Parteien zu ihren Standpunkten im Bereich Rohstoffstrategie nachgefragt:
Von acht kandidierenden Parteien haben sechs die Fragen beantwortet. Alle sind sich einig, dass eine neue Strategie Themen wie Menschenrechts- und Umweltschutz sowie entwicklungspolitische Aspekte stärker berücksichtigen muss und dass sich Österreich in Richtung einer echten Kreislaufwirtschaft bewegen muss. SPÖ, NEOS, GRÜNE, KPÖ und WANDEL unterstützen konkrete Maßnahmen, wie den Beitritt öffentlicher Beschaffer zum Netzwerk „Electronics Watch“, eine gesetzlich verbindliche Verankerung von menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten für globale Lieferketten und ein Verbot einer absichtlich kurzen Produktlebensdauer – bekannt als „geplante Obsoleszenz“. Die ÖVP setzt vor allem auf eine freiwillige Umsetzung von OECD-Leitlinien durch österreichische Unternehmen.

Alle Antworten im Detail finden Sie hier.

Rohstoffe: Milliardengewinne für die Weltmeister im Verdunkeln

Cover "Rohstoffe - Milliardengewinne für die Weltmeister im Verdunkeln". Im Hintergrund bolivische Arbeiter

Über die Lieferketten unserer Smartphones, Tablets oder anderer Elektronikgeräte informiert Südwind bereits seit vielen Jahren – von den Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten in Indien und China bis hin zum Verbleib unseres Elektroschrotts in Ghana. Im Sommer 2019 hat Südwind-Mitarbeiterin Isabella Szukits den Abbau von zentralen Rohstoffen für diese Geräte in Bolivien recherchiert.

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Der Mobile Social Congress beleuchtet die Schattenseiten der Elektronikindustrie

Ein Südwind Aktivist macht mit einem Schild auf die miserablen Arbeitsbedingungen beim Konzern Apple aufmerksam

Die Kampagne „Make ICT fair“ bleibt dran: Von 24. – 26. Februar findet in Barcelona diese Gegenveranstaltung zur größten Messe der Elektronikindustrie statt – auch wenn das Gegenüber, der Mobile World Congress, abgesagt wurde. Die Teilnahme ist vor Ort in Barcelona oder via Livestream möglich.

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Elektronikindustrie: reißende Job-Nachfrage trotz Ausbeutung.
Elektronikindustrie: reißende Job-Nachfrage trotz Ausbeutung.
© Südwind/Haberl

MADE IN CHINA – DIE DUNKLE SEITE UNSERER DIGITALEN PRODUKTWELT

Ein Großteil der von uns verwendeten Elektronikgeräte wird in China hergestellt. Südwind-Mitarbeiter Matthias Haberl war gerade einen Monat lang in Hongkong und China, wo er vor Ort recherchiert hat unter welchen Bedingungen die von uns täglich verwendeten IT-Geräte hergestellt werden. Was er dort mit eigenen Augen gesehen und erfahren hat, haben wir für Sie hier zusammengefasst.

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