No More Bricks in the Wall

Filmvorführung im Zeichen von Flucht und Migration

  • Montag, 16.09 18:30 Uhr im Haus für Musik und Kultur in Spielfeld - Filmavorführung "Greek Diary" und Filmgespräch u.a. Regisseur Heinz Trenczak

Seit im Jahr 2015 durch den syrischen Bürgerkrieg die Migration Richtung Europa schlagartig zunahm, ist dieses Thema im politischen Tagesgeschehen allgegenwärtig. Die mediale Berichterstattung in der EU stellt Migration oft als einen Ausnahmezustand mit negativen Auswirkungen dar, sie vereinfachen Ursachen und Einflussfaktoren zu sehr. Um BürgerInnen darüber zu informieren, dass Migration ein komplexes Phänomen ist, das Anstrengungen und konkrete Maßnahmen von Menschen und Organisationen auf allen Ebenen der Gesellschaft erfordert, wird von der Europäischen Union das Projekt „Seitenblicke von den Grenzen“ finanziert. Im Rahmen des Projektes wird die Vernetzung der Gemeinden an den Grenzen vorangetrieben. Das Herzstück ist das Sammeln von “Stimmen und Erfahrungen (Seitenblicke) von den Grenzen” und deren Verbreitung unter den europäischen BürgerInnen. Die Stimme der Beteiligten wird von den Grenzen in die Hauptstädte auf nationaler und europäischer Ebene reisen, wo die Entscheidungen getroffen werden.

Am Montag, dem 16.09 wird um 18:30 Uhr im Haus für Musik und Kultur (Sportzentrum 1, 8472 Spielfeld) eine Filmvorführung von "Greek Diary" mit anschließendem Filmgespräch u.a. mit Regisseur Heinz Trenczak stattfinden. Bei Snacks und Getränken können im Anschluss Erfahrungen ausgetauscht werden.

Facebook-Event: www.facebook.com/events/1309878279177739/

* Eintritt ist frei!

Zum Film:

Im August 2016 besuchte der Grazer Regisseur Heinz Trenczak zusammen mit privaten Helfer*innen und seiner Videokamera drei Flüchtlingslager: eines bei Šid (Serbien) und zwei nahe Thessaloniki (Griechenland). Die Gruppe - Jenny Chapman, Wolfgang Feigl und Marian Nindler - hatte das Ziel, zwei aus Syrien geflohene Familien, die Jenny bereits zuvor in Idomeni betreut hatte, erneut zu unterstützen. In Thessaloniki wartete bereits Clément Martz auf das Team, ein französischer Fotoreporter, der sich vom Modefotografen zum engagierten Bildberichterstatter mit Schwerpunkt Flucht und Schutzsuche entwickelt hat. Zuletzt stieß Andreas Polegeg aus Graz mit seinem alten Wohnmobil zur Gruppe. Das dokumentarisch-essayistische Roadmovie Greek Diary lässt uns einige Schutzsuchende näher kennenlernen. Wir hören von Fluchtgründen und langen Passagen, vom endlosen Warten auf Interviews und Bescheide, von Familien, die noch in Krisengebieten ausharren müssen, von der Hoffnung auf Integration und Arbeit. Ebenso begleiten wir einige Helfer*innen, die den Schutzbefohlenen mit Herz und Hirn, Rat und Tat beistehen, deren ehrenamtliches Engagement nicht selten angefeindet oder behindert wird, und die dennoch nicht aufgeben. Heinz Trenczaks bewegendes und zum Nachdenken anregendes Greek Diary ist eine Auskoppelung aus dem Langzeitprojekt „3400 Semmeln - Flüchtlinge. Helfer. Menschen.“

Heinz Trenczak über Greek Diary:

Die Veranstaltung findet im Vorfeld des 3. Oktobers statt, der als Europäischer Tag des Gedenkens und Willkommens an die an die 368 Menschen, die 2013 vor der Küste Lampedusas ertrunken sind, erinnern und als Mahnmal für eine solidarische, menschliche Migrationspolitik dienen soll. Mehr Infos zum Projekt: http://www.snapshotsfromtheborders.eu/ 

#SnapshotsFromTheBorders #nomorebricksinthewall