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Einführung zum Thema Altkleider

Segen oder Fluch Altkleider - Daten und Fakten

Weltweit werden pro Jahr ca. 4,2 Millionen Tonnen Altkleider gespendet. Zu den Hauptexporteuren gehören die Vereinigten Staaten von Amerika und auch Deutschland. In Österreich werden jährlich ca. 100.000 Tonnen Altkleider gesammelt, in der Steiermark sind dies 3,7 kg pro Einwohner*in.

Was sind nun eigentlich Altkleider?
Unter Altkleidern, auch Alttextilien genannt, versteht man saubere, tragfähige Wäsche- und Kleidungsstücke, Bett- und Haushaltswäsche und Decken. Dazu zählen auch Schuhe; diese jedoch nur gebündelt; außerdem noch Taschen, Gürtel und Vorhänge.

Was soll man nicht zu den Altkleidern geben?
Nicht zu Alttextilien zählen Skischuhe, Eislaufschuhe, Gummistiefel, Stofftiere, Windeln, Polster, Steppdecken und Teppiche. Auch Putzlappen und Schneidereiabfälle sollen nicht zu den Altkleidern gegeben werden.

Besonders wichtig ist, dass alle abgegebenen Kleidungsstücke sauber und auf keinem Fall nass sind. Damit soll erreicht werden, dass die Altkleider so gut als möglich verwertet werden können um nicht schlussendlich im Abfall zu enden.

Im nächsten Beitrag wird näher erläutert, was nach unserer Spende mit den Altkleidern passiert.

 

 

Quellen:

  • Land Steiermark
  • Der Standard
  • WRAP
  • Stadt Graz

 

Beitrag 11, vom 20. Juni 2019

Altkleider – Die weite Reise

Der erste Schritt der Altkleider ist den Meisten bekannt – die Sammelbehälter und Sammelstellen kann man fast überall finden. Viele verschiedene, oft wohltätige Organisationen, bieten die Möglichkeit bei ihren Sammelcontainern in der ganzen Steiermark Alttextilien zu spenden. Dort endet für die Meisten von uns das Wissen über die weitere Reise unserer Sachspende. Südwind Steiermark hat recherchiert und eruiert, was im Weiteren mit unseren Altkleidern passiert.

Die in den Altkleidercontainern abgegebenen Kleidungsstücke werden meistens an Altkleidersammler und Textilverwerter verkauft, welche die Container entleeren und die Alttextilien einsammeln. Die Kleidung wird oft aus Kostengründen in das EU-Ausland transportiert und dort sortiert. Laut einzelner Organisationen sind 60 – 70 % der Kleiderspenden noch tragbar. Ein Teil der Kleidung, die 1-Klasse-Ware, wird wieder nach Österreich zurücktransportiert und dort in Second-Hand-Shops verkauft. Ein weiterer Teil wird in Europa auf Second-Hand-Märkten veräußert. Die 2-Klasse-Ware wird in den globalen Süden verkauft und findet dort auf den heimischen Second-Hand-Märkten neue Besitzer, welche die Kleidung kaufen. Circa 10 % der Altkleider werden zu Putzlappen verarbeitet, weitere circa 20 % werden recycelt und zu Dämmwolle oder Füllstoffen verarbeitet. Meistens sind es weniger als 5 % der Alttextilien, welche als Restmüll verwertet werden.

Quellen:

Humana
www.humana.at/index.php
Caritas
News

 

Beitrag 10, vom 10. Juni 2019

Altkleider – Wohin damit?

Im letzten Beitrag von Südwind Steiermark zum Thema „Altkleider“ wurde versucht, die weite Reise der Altkleider darzustellen. In den kommenden Berichten werden nun die einzelnen Schritte genauer erläutert, begonnen mit den Sammelmöglichkeiten. In Graz gibt es 269 Kleidercontainer (vgl. Mein Bezirk, November 2018), auf die ganze Steiermark gesehen noch viel mehr.
Containeraufsteller können gewerbliche oder auch karitative/gemeinnützige Organisationen sein. Zusätzlich zum Einwurf in die Container gibt es bei einzelnen karitativen Organisationen die Möglichkeit, Kleidung direkt in einem Shop oder in den Hauptgebäuden abzugeben. Einige karitative Vereinigungen bieten auch zu bestimmten Zeitpunkten Sammlungen in Gemeinden an, Infos dazu findet man auf der Stadt- oder Gemeindewebsite.

Doch wie erkennt man nun seriöse Altkleidersammler, egal ob diese nun karitative oder gewerbliche Zwecke verfolgen? Zu allererst müssen Sammelcontainer eine Genehmigung einholen, wenn sie auf einem bestimmten Standort aufgestellt werden und somit bei der Stadt, Gemeinde etc. gemeldet sein. Dies ist aber leider für die Spendende/den Spendenden nicht direkt ersichtlich. Doch es gibt einige Merkmale auf die man achten sollte, wenn man seine Kleidung in einen Kleidercontainer wirft: Erstens sollte man sich vergewissern, ob die Organisationen und Firmen, die hinter einem Container stehen, gut leserlich angeführt sind. Zweitens sollte man sich vergewissern, ob es Kontaktdaten oder ähnliches gibt, über die man die Organisation auch wirklich erreichen kann. Und drittens sollte, wer genaueres über die weitere Reise seiner Altkleider wissen will, mit den Organisationen Kontakt aufnehmen und sich von ihnen direkt Informationen holen. Südwind Steiermark versucht in den nächsten Wochen für Sie genauere Infos zu den einzelnen Sammelorganisationen herauszufinden.

 

Beitrag 9, vom 3. Juni 2019

Altkleider – Wer? Wie? Was? CARLA

Carla ist ein Sachspendenmarkt der Caritas und der Name setzt sich zusammen aus den Wörtern Caritas und Laden. In den Carla-Läden können verschiedenste Second-Hand-Artikel, von Kleidung über Möbel bis hin zu Elektrogeräten, gekauft werden.

Carla betreibt in Graz sowie in der restlichen Steiermark viele Läden, in denen man Altkleider abgeben und Second-Hand-Ware kaufen kann. Außerdem befinden sich in der ganzen Steiermark viele Altkleidercontainer, welche dank ihrer großen Aufschrift gut als solche erkennbar sind. Im Jahr 2017 wurden bei Carla Steiermark ca. 1586 Tonnen Alttextilien und Schuhe abgegeben. Carla lagert, transportiert, sichtet und sortiert alle Textilspenden selbst in Österreich. Die Caritas Läden haben fünf verschiedene Möglichkeiten, wie sie die gespendete Ware weiter verwenden: die Sachspenden werden entweder direkt an Caritas-Einrichtungen oder über Carla basic weitergegeben, oder die Textilien werden auf die 32 Carla-Shops in der ganzen Steiermark verteilt. Es gibt auch noch einen Anteil, welcher an den Großhandel verkauft wird und einen Teil, der an die fachgerechte Entsorgung geht. An Caritas Einrichtungen oder Carla basic wird ein Anteil von 1 % abgegeben. Dort kommen die Kleidungsstücke, mit Hilfe von Institutionen, Pfarren oder Gemeinden, armen oder armutsgefährdenden Menschen zugute. Für diese Personengruppe gibt es auch die Möglichkeit Carla-Gutscheine zu erhalten, um kostenlos in den Caritas Läden einzukaufen.

23 % der gespendeten Textilien werden in den Carla-Second-Hand-Shops verkauft. Da es in der Steiermark nicht für alle gespendeten Altkleider genug Nachfrage gibt werden die restlichen Alttextilien an Weiterverkäufer*Innen verkauft. Carla arbeitet mit 120 HändlerInnen zusammen, von denen der Großteil aus Osteuropa ist und Klein- oder Familienbetriebe sind. Von den vier Großhändlern, dazu zählen alle die mehr als 50 Tonnen pro Jahr kaufen, fordert die Caritas eine Nachweispflicht, wohin sie ihre Waren verkaufen. Unter 10 % der Altkleiderspenden werden, aufgrund von Unzulänglichkeit, fachgerecht entsorgt.

Alle erzielten Erlöse, egal ob durch die Carla-Läden oder durch den Verkauf an den Großhandel, werden von der Caritas zur Teilfinanzierung der Beschäftigungsprojekte und zur Finanzierung der Infrastruktur eingesetzt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Caritas-Steiermark-Website.

www.caritas-steiermark.at

 

Beitrag 8, vom 23. Mai 2019

Altkleider – Wer? Wie? Was? FCC-GROUP

Die FCC Austria Abfall Service AG, auf den Altkleidercontainern oft als ASA vermerkt, sammelt in der Steiermark mit ca. 610 aufgestellten Containern seit mehr als 20 Jahren im Auftrag der steirischen Abfallwirtschaftsverbände für gewerbliche Zwecke.

Pro Jahr werden ca. 2000 Tonnen Altkleider gesammelt, einerseits durch das direkte Sammeln mit Altkleidercontainern, andererseits durch den Kauf von Alttextilien von karitativen Einrichtungen wie der Volkshilfe oder dem roten Kreuz. Von den gesammelten Alttextilien können circa 90 % verwertet werden. Die FCC-Group verkauft 100 % der gesammelten Ware an Sortierpartner weiter, diese müssen sich in der Europäischen Union befinden, ein direkter Verkauf an Sortierpartner in Drittstaaten wird nicht getätigt. Der Preis pro Tonne Altkleider beläuft sich zurzeit auf ca. 280 €. Aufgrund von Sortieranalysen der Abnehmerfirmen kann die FCC-Group angeben, dass circa 2/3 der gesammelten Alttextilien als Kleidung weiterverkauft werden können, 20 bis 25 % werden zu Putzlappen oder Fasern verwertet und 10 bis 15 % der gesammelten Menge, welche nicht mehr zu gebrauchen sind, werden thermisch verwertet. Da die FCC-Group die Alttextilien an Sortiervertriebe weiterverkauft kann nicht eruiert werden, ob und in welche Second-Hand-Läden, wie zum Beispiel in Afrika, die Ware gelangt.

 

Beitrag 7, vom 16. Mai 2019

Altkleider – Wer? Wie? Was? SAUBERMACHER

Die Saubermacher Dienstleistungs AG sammelt gemeinsam mit der FCC-Group in der Steiermark (siehe Beitrag 2.5.2019) für gewerbliche Zwecke. Mit den Verbänden und den Kommunen, in denen die Container aufgestellt sind, hat die Saubermacher AG Vereinbarungen. Viele Angaben von der FCC-Group aus dem letzten Beitrag (2.5.2019) treffen auch auf den Sammelpartner Saubermacher zu.

Pro Jahr sammelt die Saubermacher AG ca. 1.600 Tonnen Altkleider (diese 1.600 Tonnen sind Teil der 2.000 Tonnen der FCC-Group). Die Saubermacher AG ist ein Logistikpartner, bei dem die Altkleider in Graz umgeschlagen und dann an Logistikpartner im Ausland weiterverkauft werden. Auch ein Verkauf an Logistikpartner in den globalen Süden (z. B. Afrika) findet statt. Altkleider, welche nicht mehr getragen werden können (Prozentanteil nicht bekannt) werden zum Restmüll gegeben und verbrannt. Über den Weiterverkauf an Second-Hand-Shops im EU-Raum wie auch in Drittstaaten konnte uns keine Auskunft gegeben werden, weil dies von Logistikpartnern vorgenommen wird.

 

Beitrag 6, vom 9. Mai 2019

Altkleider – Wer? Wie? Was? ÖPULA & HUMANA

Weder vom Altkleidersammler Öpula Rohstoff Recycling Ges.m.b.H., noch vom Altkleidersammler Humana gab es, nach zweimaliger Rückfrage, eine Antwort auf die per Mail verschickten Fragen zum Thema Altkleider. Deshalb können keine genaueren Auskünfte gegeben werden als die, welche man auf der Homepage der jeweiligen Sammler finden kann.

www.oepula.at
www.humana.at

 

Beitrag 5, vom 2. Mai 2019

Altkleider – die zwei Seiten: Altkleider im globalen Süden

Mitumba – so werden die Altkleiderbündel genannt, welche vom globalen Norden in den globalen Süden gelangen. Über den Export von Alttextilien in den globalen Süden, insbesondere nach Afrika, wird seit den 1990 Jahren immer wieder diskutiert. Auf der einen Seite wird die Meinung vertreten, dass der Second-Hand-Markt in afrikanischen Ländern wichtig ist, um den Menschen leistbare Kleidung anbieten zu können. Auf der anderen Seite jedoch wird der Export von Alttextilien nach Afrika dafür verantwortlich gemacht, dass ein Aufbau einer eigenen Textilindustrie dort unterbunden wird.

Laut dem Dachverband Fairwertung landen jedes Jahr mehrere hunderttausend Tonnen Gebrauchtkleidung in afrikanische Länder. Großhändler und/oder Importeure kaufen die Altkleider bei Textilsortierbetrieben in Westeuropa oder in den USA. Über Zwischen- und Kleinhändler gelangen die Alttextilien als Second-Hand-Ware auf lokalen Märkten und in entlegenen Dörfern. Dort bieten Einheimische gebrauchte Kleidung aus dem globalen Norden, wie auch neue Kleidung aus dem asiatischen Raum an. Doch viele afrikanische Länder, insbesondere die Ostafrikanische Gemeinschaft, wollen ein Importverbot für Second-Hand-Ware einführen. Dies wurde 2015 beschlossen, bis 2019 sollte das Geschäft mit alten Kleidern unterbunden werden.

Doch wie sieht es in der Realität aus? Welche Auswirkung hat unser Export von Altkleidern wirklich? Diese Fragen werden in den nächsten Beiträgen beantwortet.

 

Beitrag 4, vom 25. April 2019

Altkleider – die eine Seite: Altkleider in Afrika

Die weit verbreitete Meinung, dass die Kleiderspenden aus Österreich und allen anderen Ländern des globalen Nordens in Afrika mittellosen Menschen gratis zur Verfügung gestellt werden ist falsch. Altkleiderspenden sind im Laufe der letzten Jahrzehnte zu einem riesigen Geschäft geworden. Laut dem „Guardian“ erwirtschaftet der Sektor des Handelns mit Gebrauchttextilien pro Jahr ca. 3,7 Milliarden US-Dollar. Und dies bringt natürlich positive, wie auch negative Aspekte mit sich. Im kommenden Beitrag wird auf die (eher) positiven Auswirkungen des Verkaufs von Gebrauchtkleidung im globalen Süden (am Beispiel Afrikas) eingegangen.

Geringe Kaufkraft

Second-Hand-Kleidung ist für viele Menschen weltweit die einzige Möglichkeit, Textilien günstig zu kaufen. In ländlichen Gebieten Afrikas bietet die Grundversorgung durch gebrauchte Kleidung vielen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, gute Ware zu einem günstigeren Preis zu bekommen. 

Verwendung von Second-Hand-Kleidung schont die Ressourcen

Durch das längere Verwenden von Kleidung werden Ressourcen geschont und negative Umweltaspekte durch eine anderweitige Verwertung beziehungsweise Entsorgung vermieden.

Second-Hand-Kleidung schafft Arbeitsplätze

Das Sammeln, Sortieren und Verkaufen von Alttextilien schafft weltweit viele Arbeitsplätze. In vielen Importländern hat sich durch den Handel mit Altkleidern ein großer Arbeitsmarkt aufgebaut, der auch Menschen mit einem niedrigem Berufsabschluss eine Verdienstmöglichkeit bietet.

Jedoch muss noch erwähnt werden, dass die genannten Punkte nicht unabhängig vom gesamten Kontext gesehen werden können und in sich komplexer sind, als in diesem Artikel dargestellt.

Im Beitrag der kommenden Woche werden die negativen Aspekte zum Thema „Altkleider im globalen Süden“ behandelt.

 

Beitrag 3, vom 18. April 2019

Altkleider – die andere Seite: Altkleider in Afrika

Dass die Altkleiderspende keine so gute Tat ist, wie wir es uns vorstellen und wünschen würden, ist in den vorrangegangenen Altkleiderbeiträgen herausgekommen. Doch welche globalen Folgen unsere Alttextilien für viele Länder, besonders im afrikanischen Raum, haben wissen wir oft nicht. Im kommenden Beitrag werden die negativen Aspekte der Altkleiderspenden im globalen Süden aufgelistet.

Förderung der Abhängigkeit des globalen Südens vom globalen Norden

Die Altkleiderspenden vom globalen Norden für den globalen Süden schaffen Arbeitsplätze und leistbare Kleidung. Dies bedeutet jedoch eine erneute Schaffung von Abhängigkeit. Afrika ist davon abhängig, Kleiderspenden von Europa, den USA etc. zu erhalten, um leistbare Kleidungsstücke für seine Bevölkerung anbieten zu können. Einige ostafrikanische Länder wollten den Import von Altkleidern verbieten, um die heimische Textilindustrie zu fördern. Daraufhin drohte die USA mit Gegenmaßnahmen, da das Geschäft mit Altkleidern Milliardenbeträge einbringt. Dies ist nur ein direktes Beispiel für die Abhängigkeit.

Psychologische Auswirkung auf die Alttextilien-Käufer*innen

Obwohl ein großer Teil der Baumwolle sogar in Afrika produziert wird, mit der Kleidung hergestellt wird, müssen Menschen in afrikanischen Ländern gebrauchte Kleidung aus dem globalen Norden tragen. Dass nun die Einheimischen, die Rohstoffe aller Art für die Industrieländer produzieren, Kleidung tragen müssen, die der globale Norden in den Abfall wirft, kann wohl nicht gänzlich ohne Folgen bleiben.

Erschwerter Aufbau einer afrikanischen Textilindustrie

Ein Punkt, der oft mit Altkleidern im globalen Süden in Verbindung gebracht wird, ist die Zerstörung der afrikanischen Textilindustrie. Dies ist jedoch ein sehr komplexer Punkt, da der Aufbau von afrikanischen Textilindustrien oft an einem Mangel von Elektrizität und Infrastruktur scheitert. Auch wird der textile Weltmarkt von asiatischer Billigmode überschwemmt, die eine sehr große Konkurrenz zum afrikanischen Textilmarkt darstellt. Es gibt afrikanische Länder, die eine eigene Textilindustrie aufbauen. Doch diese ist oft von Markenkonzernen aus dem globalen Norden abhängig und die Arbeiter*innen leiden unter dem Preisdumping am textilen Weltmarkt.

 

Beitrag 2, vom 11. April 2019

Altkleider – Was nun?

In den letzten Monaten kam es zu verschiedenen Beiträgen zum Thema Altkleider, positive und negative Aspekte wurden beleuchtet. Doch was bleibt nun zum Schluss? Was mit Sicherheit, unabhängig von der globalen Auswirkung der Altkleider behauptet werden kann ist, dass wir im globalen Norden zu viel neue Kleidung kaufen. Wenn sie nicht mehr gefällt wird sie aussortiert. Laut einer Zahl aus dem Jahr 2014 werden jährlich mehr als 100 Milliarden Kleidungsstücke neu produziert (Greenpeace) und davon werden allein in Österreich 72 Millionen Kleidungsstücke nie oder selten getragen. Doch unter welchen Bedingungen unsere Billigkleidung oft produziert wird, blenden wir aus. Bei einem T-Shirt um 5 € kann sich jedoch eine faire Bezahlung der Arbeiter*innen kaum ausgehen. Die Frage ist, brauchen wir wirklich die riesige Menge an Kleidungsstücken, die fast jedeR von uns im Kleiderschrank hat?

Zum Abschluss wollen wir noch einige Alternativen aufzeigen:

 

Gebraucht Kaufen oder Tauschen

o   Second-Hand-Geschäfte sind in vielen Städten ganz österreichweit schon weit verbreitet und bieten gute und billige Kleidung für jeden Geschmack

o   Auch unter www.kleiderkreisel.at gibt es Second-Hand Kleidung im Internet zu finden

o   Kleidertauschbörsen bieten eine Möglichkeit, seine eigene Kleidung gegen andere Kleidung zu tauschen und sind somit auch eine gute Möglichkeit Geld zu sparen

o   Organisieren einer eigenen Kleidertauschparty im Freundeskreis

o   In sogenannten Kostnixläden suchen abgegebene Kleidungsstücke kostenlos neue TrägerInnen

o   Flohmärkte können auch wahre Fundgruben sein für talentierte FinderInnen

o   Reparieren verlängert die Lebenszeit eines Kleidungsstücks ebenso

o   Upcycling ermöglicht es, alten Kleidungsstücken und Accessoires wieder einen neuen Touch zu geben, es gibt auch Nähpartys, auf denen man gemeinsam mit Fachpersonen seine Kleidungsstücke selbst umnähen kann

Das sind jetzt nur einige aufgezählte Möglichkeiten, es gibt mit Sicherheit noch mehr! Auf jeden Fall lohnt sich jede Idee, die hilft Ressourcen in diesem großen Industriebereich einzusparen.

 

Beitrag 1, vom 4.April 2019