Wien und Lustenau in Barcelona für Integration ausgezeichnet

Integrations-Projekte aus dem Westen und Osten Österreichs beim CLARINET-Award in Barcelona ausgezeichnet.

Barcelona/Wien/Lustenau, 24.11.2019 - Anlässlich der Generalversammlung der Städte gegen Rassismus in Barcelona wurde am Samstag, den 23. November 2019, das Projekt „Gegen Vorurteile“ von Interface Wien, einer gemeinnützigen GmbH der Stadt Wien, in der Kategorie „Klassische Medien“ als Gewinner ausgezeichnet. Das Projekt „8 Geschichten, 8 Gesichter aus Lustenau“ erhielt eine spezielle Würdigung in der Kategorie Events.

Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb für Integrationsprojekte von Städten und Gemeinden vom EU-Projekt CLARINET, das unter der Führung der Gemeinde von Lampedusa und Linosa Grenzstädte und Zivilgesellschaft aus acht EU-Ländern zusammenbringt. In Österreich sind die Stadtgemeinde Traiskirchen und die NGO Südwind Partner.

Die Preisverleihung wurde von der Bürgermeisterin von Barcelona Ada Calau und dem Bürgermeister von Lampedusa und Linosa Salvatore Martello eröffnet. Die Festansprache hielt der Präsident des Städtenetzwerks gegen Rassismus (ECCAR) Benedetto Zacchiroli. Aus Österreich sind Wien und Graz Mitglieder dieses Netzwerks.

Wiener Projekt „Gegen Vorurteile“ – Gewinner in der Kategorie Klassische Medien
Die ausgezeichnete Kampagne „Gegen Vorurteile“ startete 2013 mit einem Kreativ-Workshop mit jugendlichen MigrantInnen, die einen Basisbildungs-Kurs von Interface Wien besuchten. Die Jugendlichen ließen sich dabei mit persönlichen Botschaften gegen Vorurteile fotografieren. Die entstandene Fotoausstellung wurde an vielen Orten gezeigt. Im Oktober 2015 wurde die Kampagne mit dem Plakat „Gegen Vorurteile“ fortgesetzt. Das Plakat wurde an allen Wiener Schulen aufgehängt, fand zudem auch großen Zuspruch in der breiten Öffentlichkeit.

Auf Initiative des Wiener Stadtrats für Bildung und Integration Jürgen Czernohorszky wird die Plakat-Initiative „Gegen Vorurteile“ 2019 neu aufgelegt (online zu bestellen unter www.interface-wien.at).

„Ich freue mich, dass die so wichtige Initiative gegen Vorurteile von Interface Wien international gewürdigt wurde und hoffe, dass sie auch andere Städte inspiriert. Viele Städte und Gemeinden in Europa treten sehr engagiert gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus auf und durch den Austausch und die Vernetzung der Städte untereinander profitiert auch Wien von den Ideen und Erfahrungen anderer", sagte Stadtrat Czernohorszky anlässlich der Verleihung des CLARINET-Award an Interface Wien.

Interface Wien fördert durch Bildungs- und Beratungsangebote die gesamtgesellschaftliche Integration von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Migrationshintergrund in Wien. Mag.a Margit Wolf, Geschäftsführerin Interface Wien: „Durch die Botschaften von neuzugewanderten Jugendlichen sensibilisiert das Plakat „Gegen Vorurteile“ Gleichaltrige in den Wiener Schulen, aber auch die breite Öffentlichkeit über verbreitete Vorurteile , mit denen zugewanderte Menschen in Österreich konfrontiert sind“.

8 Geschichten, 8 Gesichter aus Lustenau“- Spezielle Würdigung in der Kategorie Events
8 junge MigrantInnen zwischen 13 und 17 Jahren, die in Lustenau ihre neue Heimat gefunden haben, haben ihre ganz persönlichen Geschichten aufgeschrieben. In einer 2-tägigen Schreibwerkstatt sprachen sie über die Vielfalt, die ihre Familiengeschichte ausmacht, über die Vor-und Nachteile, die ihre Herkunft mit sich bringt und die Erfahrungen, die sie in ihrem Leben damit gemacht haben. Aus den vielen Erzählungen wurden individuelle Geschichten, so bunt wie die jungen Menschen, die sie aufs Papier brachten.  Mit professionell fotografierten Porträts entstand eine Ausstellung, die beim „Markt der Kulturen“ präsentiert wurde und anschließend im Rathaus und in der Bibliothek ausgestellt wurde.

„Wichtig war uns, dass die jungen Menschen ihre eigene, ganz persönliche Geschichte erzählen und diese im Ort veröffentlicht wird“, berichtet Projektinitiatorin Andrea Hollenstein von der Fachstelle für Zusammen.Leben der Marktgemeinde Lustenau. 

Bürgermeister Dr. Kurt Fischer ergänzt: „Wir freuen uns sehr über die spezielle Würdigung des Projekts. Meine Anerkennung gebührt in erster Linie unseren Jugendlichen, die sich und ihre Geschichten mutig der Öffentlichkeit präsentieren. Sie machen uns bewusst, wie viel Potenzial und Vielfalt in unserer Gemeinde zu Hause ist“.

Foto-Service:  Pressebilder zu dieser Aussendung sind unter www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar.

Nähere Informationen:
www.clarinetproject.eu
https://www.suedwind.at/themen/migration-und-entwicklung/clarinet/
www.interface-wien.at
https://www.lustenau.at/de/neuigkeiten/was-ihr-ueber-mich-wissen-solltet-8-geschichten-8-gesichter-aus-lustenau 

Das Projekt Clarinet wird durch den Fonds für Asyl, Migration und Integration (AMIF) der Europäischen Union gefördert. Der Inhalt dieser Presseaussendung stellt nur die Ansicht der Aussender dar und liegt in ihrer alleinigen Verantwortung. Die Europäische Kommission übernimmt keine Verantwortung für die Verwendung der darin enthaltenen Informationen.

Rückfragehinweise:

Philipp Lindner
Mediensprecher StR Jürgen Czernohorszky
+43 1 4000 81853
philipp.lindner@wien.gv.at

Marktgemeinde Lustenau
Andrea Hollenstein
05577 8181 3006
andrea.hollenstein@lustenau.at

Stefan Grasgruber-Kerl
Südwind
069910040079
stefan.grasgruber-kerl@suedwind.at

Südwind setzt sich als entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisation seit 40 Jahren für eine nachhaltige globale Entwicklung, Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen weltweit ein. Durch schulische und außerschulische Bildungsarbeit, die Herausgabe des Südwind-Magazins und anderer Publikationen thematisiert Südwind in Österreich globale Zusammenhänge und ihre Auswirkungen. Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen, Kampagnen- und Informationsarbeit, engagiert sich Südwind für eine gerechtere Welt. www.suedwind.at

Diese Presseaussendung wird von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit gefördert. Die darin enthaltenen Standpunkte geben die Ansicht von Südwind wieder und stellen somit in keiner Weise die offizielle Meinung der Fördergeber dar.

Wenn Sie keine Presseaussendungen mehr von Südwind erhalten möchten, senden Sie bitte eine kurze E-Mail an: presse@suedwind.at.