"Mein Weg vom Kongo nach Europa - zwischen Widerstand, Flucht und Exil"

Gespräch mit Emmanuel Mbolela

22. Oktober 2020, 19:00 Uhr, ONLINE via Zoom

Aktueller Hinweis: Aufgrund der Reiserestriktionen und Ausgangsbeschränkungen rund um Covid-19 kann Emmanuel Mbolela nicht nach Österreich einreisen, die Präsenzveranstaltung im Haus der Begegnung kann demnach nicht stattfinden. Aufgrund der brisanten Thematik haben wir uns entschieden, die Veranstaltung trotzdem ONLINE via ZOOM abzuhalten. Wir bitten um Verständnis und freuen uns auf eine rege, virtuelle Teilnahme.

Über diesen LINK können Sie an der Veranstaltung teilnehmen: https://us02web.zoom.us/j/85367663207?pwd=VFFWc0UzL25CQ29tcXFYeHlYWjJ4UT09

Der virtuelle Raum wird ab 18:30 Uhr für Sie geöffnet sein, um mögliche technische Schwierigkeiten vorab zu lösen.

Emmanuel Mbolela musste aufgrund seines politischen Engagements gegen das Kabila-Regime als junger Ökonomiestudent aus seiner Heimat flüchten. Die brutale staatliche Repression zwang ihn in die Flucht. Quer durch die Sahara gelangte er bis nach Marokko, wo er eine Organisation subsaharischer Geflüchteter mitbegründete - denn Gewalt und Ausbeutung waren während der Flucht allgegenwärtig. Nach vier Jahren  kann er in die Niederlande ausreisen, als neue Erfahrung erwiesen sich dort die extrem ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, denen vor allem migrantische Arbeitskräfte unterliegen.

Momentan lebt Mbolela in Frankreich, sein erstes Buch "Mein Weg vom Kongo nach Europa" wurde 2015 veröffentlicht. Mbolela ist im Netzwerk Afrique Europe Interact aktiv, das afrikanische und europäische Basisinitiativen vereinigt, gerade aktuell ist eine Solidaritätskampagne für subsaharische Frauen in Marokko, wo Geflüchtete ein Frauenhaus aufgebaut haben.

Darüber, über seine Flucht aus dem Kongo sowie über globale Zusammenhänge und neokoloniale Ausbeutung wird Emmanuel Mbolela berichten.

Deutsche Übersetzung: Alexander Behr (Journalist)

Moderation: Frauke Schacht (Obfrau Fluchtpunkt)

 

SDGs
Die Veranstaltung findet im Kontext der Realisierung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (den Sustainable Development Goals - SDGs) der UNO statt. Besonderes Augenmerk wird auf Ziel Nr. 1 (Keine Armut), Ziel Nr. 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), Ziel Nr. 10 (Weniger Ungleichheiten) und Ziel Nr. 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen) gelegt.

 

Eine Veranstaltung von Südwind Tirol in Kooperation mit der Universität Innsbruck, der Plattform Bleiberecht, Radio Freirad, Fluchtpunkt und dem Verein Sahel Tirol.