Der Osterhasen-Check 2017

31 Hasen im Test. Jeder zweite Schokolade-Hase trägt mittlerweile Gütesiegel - zwei Drittel beinhalten aber Pestizid-Rückstände

Osterhasen-Check 2017 zum Download HIER

Sechs von zehn ÖsterreicherInnen werden in ihrem Osternest Süßigkeiten wie Schokolade-Eier oder -Hasen finden. Der Osterhasen-Check 2017 von Südwind und GLOBAL 2000 hilft KonsumentInnen bei der Auswahl: Ein Ampelsystem informiert über die ökologische und soziale Qualität von 31 Schokolade-Hasen aus österreichischen Supermärkten. Testsieger wurden die Hasen „Biologische Milchschokolade dekoriert“ (EZA-Fairer Handel), „Natur aktiv Bio Confiserie Osterhase“ (Hofer) und „Swiss Confisa Franz“ (Chocolats Halba). Zehn Schoko-Hasen wurden aufgrund fehlender Zertifizierung und prekärer Umwelt- und Produktionsbedingungen im Kakaoanbau als sozial und ökologisch bedenklich eingestuft.

Nachhaltige Hasen im Trend
Während im Vorjahr nur ein Testsieger sowohl im sozialen als auch ökologischen Bereich mit „grün“ ausgezeichnet werden konnte, gibt es beim Osterhasen-Check 2017 drei Testsieger mit dieser Bewertung. Nur noch ein Drittel der Hasen – 2016 waren es über die Hälfte – wurde mit „rot“ aufgrund fehlender Zertifizierungen gekennzeichnet.

Anstrengende und gefährliche Arbeit für Kinder
Mehr als die Hälfte der weltweit verfügbaren Kakaobohnen werden in der Elfenbeinküste, in Ghana und in Indonesien produziert. In Ghana verdienen KakaobäuerInnen rund 80 Cent am Tag, in der Elfenbeinküste rund 50 Cent. Über zwei Millionen Kinder arbeiten in dieser Region unter missbräuchlichen Bedingungen im Kakaoanbau.

Hoher Einsatz von Pestiziden
In 22 der 31 getesteten Schokolade-Osterhasen konnten Pestizide nachgewiesen werden – bis zu fünf verschiedene in einem Hasen. Die festgestellten Mengen in den Schokolade-Hasen bergen jedoch keine direkten Gesundheitsrisiken für die KonsumentInnen. Einige der Chemikalien (wie z.B. Chlorpyrifos, Cypermethrin, Deltamethrin und Permethrin) sind allerdings hormonell wirksam und entfalten ihre Wirkung auch in kleinsten Mengen. Darüber hinaus ist über das Zusammenwirken der verschiedenen Pestizide als „Cocktail” nur wenig bekannt.

Unser Tipp: Auf FAIRTRADE und Bio-Gütesiegel achten!