Turn Around, H&M!

Vom Versprechen existenzsichernder Löhne und der Realität der Armutslöhne

2013 kündigte der schwedische Modekonzern an, dass 850.000 ArbeiterInnen in seinen Zulieferfabriken bis 2018 ein existenzsichernder Lohn bezahlt werde. Die Zeit ist abgelaufen, doch es werden weiterhin nur Armutslöhne gezahlt.

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H&M, mit 4.801 Läden einer der größten Einzelhändler weltweit, versprach nach der Katastrophe von Rana Plaza im November 2013 öffentlichkeitswirksam, bis 2018 in allen sogenannten „Gold“- und „Platin“-Zulieferfabriken Vergütungsstrukturen zu schaffen, die die Bezahlung von „fairen Existenzlöhnen“ für 850.000 ArbeiterInnen ermöglicht. 2013 betraf das 60% der ArbeiterInnen, die für H&M Produkte fertigen.

Die von H&M selbstauferlegte Frist von fünf Jahren zur Umsetzung des Versprechens ist nun abgelaufen. Deshalb führte die Clean Clothes Campaign Recherchen in Bulgarien, der Türkei, Indien und Kambodscha durch, um zu überprüfen, wie viel die ArbeiterInnen in einigen dieser Zulieferbetriebe verdienen und wie nah der Verdienst einem existenzsichernden Lohn kommt. Das Ergebnis ist ernüchternd: keiner der interviewten ArbeiterInnen verdient auch nur ansatzweise einen existenzsichernden Lohn. Die interviewten ArbeiterInnen aus Indien und der Türkei verdienen rund ein Drittel des errechneten existenzsichernden Lohns. In Kambodscha ist es rund die Hälfte. Im EU-Land Bulgarien erhalten die Befragten weniger als 10% eines existenzsichernden Lohnes innerhalb der regulären Arbeitszeiten. In Bulgarien verdienen die befragten Beschäftigten selbst in einer 80-Stunden-Arbeitswoche sogar nur zwei Drittel der von der EU festgelegten Armutsgrenze!

 

Deswegen sind vom 23. bis 30. November weltweit Menschen auf die Straße gegangen, um auf das gebrochenen Versprechen von H&M aufmerksam zu machen und Handlungsbedarf einzufordern, auch in Österreich. Mehr als 142.000 Menschen haben bereits die Petition unterschrieben, damit H&M die Kurve kriegt – werde du eine/r von ihnen und unterschreibe hier!