Das war die WearFair +mehr 2018

Diesjähriges Schwerpunktsthema war faire IT

Konrad Rehling bei der WearFair +mehr im Gespräch am Fiarphone Messestand

© WearFair +mehr / Dieter Brasch

14.000 BesucherInnen tummelten sich vergangenes Wochenende auf der 11. WearFair +mehr in der Tabakfabrik Linz. 

Schwerpunkt der diesjährigen WearFair +mehr war faire Informationstechnologie (Fair IT). Nationalen und internationalen ExpertInnen zum Thema Fair IT waren auf der WearFair +mehr 2018  vertreten. Allen voran der heimische Cloudanbieter fairkom setzt auf Fair IT (faire Informationstechnologie) und war auf der Messe vertreten. Tina-Marie Rauchmaul von Fairphone war extra aus Amsterdam angereist. Das junge holländische Unternehmen bietet das derzeit fairste Smartphone der Welt an. Und das Interesse an fairer Technologie steigt enorm, wie man an den zahlreichen InteressentInnen auf der WearFair +mehr sehen konnte.

Denn Zinn, Wolfram oder Gold werden in Minen unter unsäglichen Bedingungen abgebaut. Bewusste KonsumentInnen wollen das nicht länger hinnehmen. Der Markt boomt und findige Start Ups bedienen die Nachfrage gerne. Auf der WearFair +mehr fand man alle AnbieterInnen auf einmal und die BesucherInnen nutzten die Gelegenheit, sich bei den ExpertInnen auf diesem Gebiet zu informieren: Nager IT präsentierte die erste faire Computer-Maus. Die Firma Sonnenrepublik präsentierte den interessierten Messe-BesucherInnen wie man Strom für mobile Geräte fair produzieren kann. Und Kilian Kaminski von refurbed erklärte in seinem spannenden Vortrag „Refurbishment als Teil der Kreislaufwirtschaft (Circular Economy)“ wie man Elektroschrott vermeidet. Das Wiener Start-Up verkauft erneuert elektronische Geräte wie Handys, Laptops und Tablets, die bis zu 49 % günstiger und 100 % nachhaltiger sind. Beim gut besuchten Workshop Urban Mining wurde das Verständnis für die vielen Komponenten eines Handys oder Smartphones geweckt.

Der Südwind-Gast Pak Kin Wan, von der Arbeitsrechteorganisation Labour Education and Service Network (Hongkong) sprach bei einer Podiumsdiskussion über Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabiken der Elektronik-Indsutrie. Im Anschluss diskutierte er mit Gerald Kreuzer (Gewerkschaft PRO-GE) und Konrad Rehling (Südwind) über internationale Arbeitsbedingungen in der IT-Branche.

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