Fotoaktion vor dem Außenministerium „Kurz streicht Weitblick“.

Das Südwind-Magazin macht trotzdem weiter und platziert eine drei Meter große Weltkugel vor dem Außenministerium.

Die nach 37 Jahren gestrichene Förderung des österreichischen Leitmediums für Entwicklungspolitik, Südwind-Magazin, durch die dem Außenministerium unterstellte Austrian Development Agency (ADA) löste Ende letzten Jahres Empörung aus. Heute platzierte das Südwind-Redaktions-Team eine drei Meter große Weltkugel mit den durchgestrichenen Kontinenten, Afrika, Asien und Lateinamerika vor dem Außenministerium und brachte die 6.000 Unterstützungserklärungen der im Dezember gestarteten Petition „Herr Minister Kurz, retten Sie das Südwind-Magazin“ zum Außenministerium. Eine Hilfestellung von Kurz für den Erhalt des Magazins für Internationale Politik, Kultur und Entwicklung blieb bis dato aus.

Das Südwind-Magazin bietet seit 1979 qualitätsvolle internationale Berichterstattung mit Schwerpunkt Afrika, Asien und Lateinamerika. Kaum ein österreichisches Medium hat die Möglichkeit fundierte, über Europa, die USA und den Nahen Osten hinausgehende Berichte zu veröffentlichen. Krisen, Kriege und Katastrophen dominieren die internationale Berichterstattung in den österreichischen Medien. Damit wird den Österreicherinnen und Österreichern ein sehr einfältiges Bild über die vielfältigen Entwicklungen weltweit vermittelt.

Weltkugel vor dem Außenministerium
Als Symbol für die Lücken in der medialen Berichterstattung, die das drohende Aus des Südwind-Magazins hinterlassen würde, platzierte das Südwind-Redaktions-Team eine drei Meter große Weltkugel vor dem Außenministerium. Der Großteil der darauf verzeichneten Kontinente Afrika, Asien und Lateinamerika war durchgestrichen. VertreterInnen des Außenministeriums lehnten eine Entgegennahme der 6.000 Unterstützungserklärungen der Petition „Herr Minister Kurz, retten Sie das Südwind-Magazin“ ab.

600 neue AbonnentInnen
In den USA verzeichnen Qualitätsmedien seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten deutlich steigende Abo-Zahlen. Auch im Fall vom Südwind-Magazin zeigt sich breite Unterstützung für unabhängige, gehaltvolle Berichterstattung. 600 neue AbonnentInnen konnte das Südwind-Magazin in den letzten Wochen gewinnen. Die nächsten fünf Ausgaben sind damit gesichert.

Dann waren es nur noch 1.000
1.000 zusätzliche AbonnentInnen braucht das Südwind-Magazin, um ohne die Förderung von der dem Außenministerium unterstellten ADA auch in den nächsten Jahren aus der und über die Welt berichten zu können. Und wie unser Chefredakteur Richard Solder so schön sagt: „Ich bin überzeugt, wir werden das schaffen!“

Wer noch kein Südwind-Abo hat, gleich bestellen unter http://www.suedwind-magazin.at/abo.