Make Fruit Fair!

Die Südwind-Kampagne  „Make Fruit Fair!" setzt sich für die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards im Handel mit tropischen Früchten ein.

Bei dem Gedanken an süße, saftige Mangos, Ananas und Bananen läuft uns das Wasser im Mund zusammen. Doch tropische Früchte haben oft einen bitteren Beigeschmack: Tausende KleinbäuerInnen sowie PlantagenarbeiterInnen werden ausgebeutet, um das Obst für uns anzubauen, zu ernten und zu verpacken. Sie arbeiten zu Hungerlöhnen, ihre Rechte werden mit Füßen getreten. Das schmeckt uns gar nicht!

 

--- Urgent Action --- Gewerkschaftsfreiheit und Fairness für Fyffes-Beschäftigte – Jetzt Mitmachen!

Der irische Fruchtkonzern Fyffes ist der führende Bananenimporteur in Europa und gehört zu den größten globalen Vermarktern von Ananas und Melonen. Fyffes-Bananen sind in Österreich aktuell beispielsweise bei Hofer erhältlich.

Seit Sommer 2015 haben wir Beweise gesammelt, dass bei Tochterfirmen von Fyffes in der Ananas- und Melonenproduktion ernsthafte Verstöße gegen Arbeitsrecht vorliegen: ANEXCO in Costa Rica sowie Suragroh und Melon Export SA in Honduras. Dort gibt es viele weibliche Arbeitskräfte, die auf Saisonarbeit angewiesen und daher besonders betroffen sind.

  • Mindestlöhne und Beiträge zur Sozialversicherung werden nicht bezahlt.
  • ArbeiterInnen sind gefährlichen Agrarchemikalien ausgesetzt.
  • Gewerkschaftsfreiheit wird versagt. Das geht einher mit Bedrohungen, Belästigungen und Entlassungen von Gewerkschaftsmitgliedern.
  • Zudem werden Tarifverhandlungen verweigert.

Wir fordern von Fyffes, die Arbeitsrechte der Beschäftigten in der gesamten Lieferkette zu garantieren. Machen Sie jetzt mit und senden Sie eine E-Mail an den Vorstandsvorsitzenden Herrn David McCann:

Make Fruit Fair Logo: Ananas und Banane halten Make Fruit Fair Schild
Make Fruit Fair Petition: mehr als 61.000 Unterschriften wurden am   EU-Kommission am 10. November 2015 übergeben

 

Bananen und Ananas gehören in Österreich zu den beliebtesten Obstsorten. Jährlich konsumieren die ÖsterreicherInnen ca. 100.000 Tonnen Bananen und über 20.000 Tonnen Ananas. In den Anbauländern wird großteils für den Export angebaut. Regelmäßig werden von ArbeiterInnen massiv Arbeitsrechtsverstöße, Gesundheitsschädigungen und Umweltzerstörungen auf Plantagen gemeldet.
Schuld daran ist eine extreme Konzentration auf Seiten der Abnehmer. Die vier größten Großhändler dominieren mit über 50 Prozent Weltmarktanteil den Bananenhandel. Viel stärker noch ist die Konzentration des Einzelhandels: Fünf Lebensmittelhändler beherrschen 50 Prozent des europäischen Marktes, darunter Aldi (mit Hofer), Lidl und REWE (mit Billa, Merkur und Penny).

Die mangelnde Preisgestaltung, die hohe Konzentration auf Seiten der Abnehmer und der fehlende Organisationsgrad der Bauern und Bäuerinnen drücken die Preise und verhindern einen nachhaltigen und umweltschonenden Anbau, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und eine existenzsichernde Entlohnung.

Ziele

  • den Missbrauch der Einkaufsmacht der Supermärkte zu stoppen,
  • sicherzustellen, dass Unternehmen für die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern haftbar gemacht werden können,
  • eine Politik für faire, umweltfreundliche und nachhaltige Fruchtproduktion zu unterstützen.

Auch Sie können etwas tun!
Über Ihren verantwortungsvollen Einkauf können Sie fairen Handel und nachhaltige Produktion fördern und so dazu beitragen, ProduzentInnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
Unterstützen Sie unsere Kampagne und helfen Sie uns dabei, Druck zu machen, damit politische und wirtschaftliche EntscheidungsträgerInnen sich für gerechte Preise und Produktionsbedingungen für tropische Früchte starkmachen.

Petition: Hey Lidl, mach Dich fit für fair!


Maßnahmen

  • Fact Finding Reisen in die Anbauländer
  • Erstellung von Fallstudien und Trainingsmaterialien
  • Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen mit ExpertInnen und Gästen aus den Anbauländern sowie öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltungen
  • Anwaltschaftsarbeit, um Änderungen auf Seiten der Gesetzgeber und auf Seiten der Großhändler und Supermärkte zu bewirken
  • Dialog mit Handelsunternehmen und politische Lobbyarbeit zur nachhaltigen Verbesserung der Produktionsbedingungen in den Herkunftsländern
  • Laufende Presse- und Medienarbeit

Materialien zum Download

Weitere Informationen unter: www.makefruitfair.org 




Webreportage Krumme Dinger

Michael Ortner von der Wiener Zeitung begleitete FAIRTRADE und Südwind im Herbst 2016 auf einer Recherche-Reise nach Ecuador. Die Eindrücke von dieser Reise hat der Journalist in der Webreportage über die Bananenproduktion "Krumme Dinger" mit vielen Fotos und Videos aufbereitet.