Make Fruit Fair!

Die Südwind-Kampagne  „Make Fruit Fair!" setzt sich für die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards im Handel mit tropischen Früchten ein.

Bei dem Gedanken an süße, saftige Mangos, Ananas und Bananen läuft uns das Wasser im Mund zusammen. Doch tropische Früchte haben oft einen bitteren Beigeschmack: Tausende KleinbäuerInnen sowie PlantagenarbeiterInnen werden ausgebeutet, um das Obst für uns anzubauen, zu ernten und zu verpacken. Sie arbeiten zu Hungerlöhnen, ihre Rechte werden mit Füßen getreten. Das schmeckt uns gar nicht!

Hey Lidl, mach Dich fit für fair!
Lidl zählt zu den Supermarktgiganten in Österreich. Doch in puncto Verantwortung beim Anbau von Bananen und Ananas hat Lidl - so wie viele andere Supermarktketten - großen Nachholbedarf. Lidl behauptet, alle Bananen und Ananas in seiner Obstabteilung seien „nachhaltig". Doch der Alltag auf den Plantagen sieht oft anders aus:

  • Plantagenarbeiter/innen und ihre Familien sind giftigen Pestiziden schutzlos ausgeliefert. Sie leiden unter Atemwegsbeschwerden, Übelkeit und Schwindel.
  • Das Einkommen von Kleinbäuerinnen und Arbeitern ist so gering, dass sich Familien z.B. Arztbesuche nicht leisten können.
  • Plantagenarbeiter/innen, die sich in Gewerkschaften organisieren, werden häufig diskriminiert und sogar entlassen.
  • Durch den Einsatz chemischer Substanzen leiden Böden und Wasserqualität. Monokulturen und Pestizide zerstören die biologische Vielfalt.

Lidl ist für diese Zustände mitverantwortlich. Unterstütze unsere Forderungen und schicke jetzt eine E-Mail an Lidl:

Make Fruit Fair Logo: Ananas und Banane halten Make Fruit Fair Schild
Make Fruit Fair Petition: mehr als 61.000 Unterschriften wurden am   EU-Kommission am 10. November 2015 übergeben

Bananen und Ananas gehören in Österreich zu den beliebtesten Obstsorten. Jährlich konsumieren die ÖsterreicherInnen ca. 100.000 Tonnen Bananen und über 20.000 Tonnen Ananas. In den Anbauländern wird großteils für den Export angebaut. Regelmäßig werden von ArbeiterInnen massiv Arbeitsrechtsverstöße, Gesundheitsschädigungen und Umweltzerstörungen auf Plantagen gemeldet.
Schuld daran ist eine extreme Konzentration auf Seiten der Abnehmer. Die vier größten Großhändler dominieren mit über 50 Prozent Weltmarktanteil den Bananenhandel. Viel stärker noch ist die Konzentration des Einzelhandels: Fünf Lebensmittelhändler beherrschen 50 Prozent des europäischen Marktes, darunter Aldi (mit Hofer), Lidl und REWE (mit Billa, Merkur und Penny).

Die mangelnde Preisgestaltung, die hohe Konzentration auf Seiten der Abnehmer und der fehlende Organisationsgrad der Bauern und Bäuerinnen drücken die Preise und verhindern einen nachhaltigen und umweltschonenden Anbau, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und eine existenzsichernde Entlohnung.

Ziele

  • den Missbrauch der Einkaufsmacht der Supermärkte zu stoppen,
  • sicherzustellen, dass Unternehmen für die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern haftbar gemacht werden können,
  • eine Politik für faire, umweltfreundliche und nachhaltige Fruchtproduktion zu unterstützen.

Auch Sie können etwas tun!
Über Ihren verantwortungsvollen Einkauf können Sie fairen Handel und nachhaltige Produktion fördern und so dazu beitragen, ProduzentInnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
Unterstützen Sie unsere Kampagne und helfen Sie uns dabei, Druck zu machen, damit politische und wirtschaftliche EntscheidungsträgerInnen sich für gerechte Preise und Produktionsbedingungen für tropische Früchte starkmachen.

Maßnahmen

  • Fact Finding Reisen in die Anbauländer
  • Erstellung von Fallstudien und Trainingsmaterialien
  • Workshops, Vorträge und Podiumsdiskussionen mit ExpertInnen und Gästen aus den Anbauländern sowie öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltungen
  • Anwaltschaftsarbeit, um Änderungen auf Seiten der Gesetzgeber und auf Seiten der Großhändler und Supermärkte zu bewirken
  • Dialog mit Handelsunternehmen und politische Lobbyarbeit zur nachhaltigen Verbesserung der Produktionsbedingungen in den Herkunftsländern
  • Laufende Presse- und Medienarbeit

Materialien zum Download

Weitere Informationen unter: www.makefruitfair.org