#climateofchange

In diesem europaweiten Projekt wollen wir gemeinsam mit den 15 Partnerorganisationen das Bewusstsein für klimabedingte Migration stärken. Junge Menschen sollen den die menschen-gemachten Ursachen der Klimakrise verstehen und Handlungsspielräume kennen lernen und umsetzen. Außerdem sollen Europas Bürger*innen klimabedingte Migration als eine der großen Herausforderungen der heutigen Zeit verstehen und sich aktiv einsetzen.

Dabei sollen vor allem junge EU-Bürger*innen für den Zusammenhang zwischen dem Wirtschaftssystem, in dem wir leben, unserem Lebensstil und den von Menschen verursachten Auswirkungen der Klimakrise im Globalen Süden sensibilisiert werden. Dadurch wird ein nachhaltigerer Lebensstil und Engagement gefördert.

Ein Überblick über die 4 Projektsäulen

Umfragen und Forschung

Eine europaweite Umfrage unter Jugendlichen über den Komplex Klimakrise und Migration wurde durchgeführt, um mehr über die Forderungen junger Menschen zu erfähren und dementsprechend handeln zu können. Da die Klimakrise und unser Wirtschaftssystem nicht getrennt voneinander zu betrachten sind haben wir hier eine Vision für eine sozial und ökologisch gerechte Wirtschaft erarbeitet. Außerdem sollen Fallstudien aus vier Ländern des Globalen Südens die konkreten Auswirkungen der Klimakrise für Menschen zeigen. 

Bewusstseinsbildung und Bildungsabeit

Dazu werden wir in Österreich Debattierwettbewerbe für junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren organisieren, bei dem sich die jungen Menschen mit globalen Themen wie die Klimakrise und Migration beschäftigen. Danach gibt es einen finalen Debattierwettbewerb in Brüssel. Die Gewinner*innen dieses Wettbewerbs fahren zum Lokalaugenschein in den Globalen Süden und werden Protagonist*innen einer eigenen Webserie.

Umsetzung einer pan-europäischen Kampagne

Außerdem werden im Rahmen der Kampagne Menschen aus dem globalen Süden auf Speakertouren von ihrer Situation erzählen, es wird eropaweite Straßenaktionen geben und ein TEDx Event stattfinden. Folge uns auf Instagram, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Politische Arbeit

Da wir der festen Überzeugung sind, dass die Klimakrise nicht ohne politisches Handeln zu lösen ist, werden wir Politiker*innen im Rahmen einer Petition zum Handeln auffordern. Da wir die Forderungen junger Menschen in den Vordergrund stellen wollen, werden wir gemeinsam mit jungen Menschen zur COP und anderen politisch relevanten Meilenstein-Events fahren.

Kontakt:
Isabella Szukits, isabella.szukits@suedwind.at

Klimagerechtigkeit Jetzt!

Die Klimakrise ist auch eine soziale Krise. Besonders stark betroffen sind ausgerechnet Menschen in armen Ländern, die kaum zur Klimakrise beitragen. Um sowohl die Klimakrise als auch die globale Ungleichheit zu bekämpfen, fordert Südwind gemeinsam mit 16 Organisationen in ganz Europa die Umsetzung eines konkreten 4-Punkte Plans für Klimagerechtigkeit:

1. Eingrenzung der globalen Erwärmung unter 1,5 Grad Celsius. Um eine Klimakatastrophe zu verhindern, müssen die EU und Österreich bis 2040 Klimaneutralität erreichen, zehn Jahre vor dem aktuellen Ziel 2050.

2. Wandel zu einer sozial und ökologisch gerechten Wirtschaft im Interesse von Mensch und Natur anstatt im Interesse von Großkonzernen. Ein strenger wirtschaftspolitischer Rahmen auf nationaler sowie EU-Ebene muss verbindliche Regeln für Unternehmen definieren. Dazu zählen ein umfassendes Lieferkettengesetz sowie eine konsequente ökosoziale Förder- und Steuerpolitik.

3. Die EU und Österreich müssen ein internationales Schutzsystem für Menschen schaffen, die aufgrund der Klimakrise ihr Zuhause verlieren. Eine solidarische und menschenrechtsbasierte Migrationspolitik braucht gezielte Unterstützung in Herkunfts- und Transitländern sowie einen internationalen Schutzmechanismus für Menschen, die von klimabedingter Migration betroffen sind.

4. Junge Menschen müssen als Hauptbetroffene in klimapolitische Entscheidungen einbezogen werden. Dazu müssen Jugendräte mit dem Status von Sozialpartner*innen auf EU-Ebene sowie in den Mitgliedsstaaten ins Leben gerufen und verbindlich eingebunden werden. Die UN Youth Advisory Group on Climate Change (UN-Jugendklimarat) kann dafür Vorbild sein.

Die Forderungen im Detail

JETZT PETITON UNTERSCHREIBEN

Europaweite Jugend-Umfrage: Klimaschutz ist wichtigstes Anliegen. Große Mehrheit findet Wirtschaftssystem ungerecht.

Im Rahmen der #climateofchange Initiative wurde am 21. April 2021 eine neue Umfrage präsentiert, bei der mehr als 22.000 junge Menschen in ganz Europa zu den Themen Klimakrise, Wirtschaftssystem und klimabedingter Migration befragt wurden. Für Österreich zeigt sich, dass junge Menschen die Klimakrise ernst nehmen, große Gerechtigkeitsdefizite im Wirtschaftssystem sehen und offen sind für die Aufnahme von Menschen, die vor Klimaauswirkungen Schutz suchen.

In Österreich sehen mehr als die Hälfte (55%) der jungen Befragten im Klimawandel die größte globale Herausforderung, gefolgt von Umweltzerstörung (44%). Drei Viertel (75%) sind der Meinung, „dass wir unsere Konsumgewohnheiten nicht aufrechterhalten können, wenn wir gleichzeitig die Umwelt schützen wollen“. Sieben von zehn (70%) denken, dass die „Wirtschaft in Österreich zum Vorteil der Reichen und Mächtigen ausgerichtet ist“ und zwei Drittel (66%) sehen bei Wirtschaft und Industrie die größte Verantwortung, um die Klimakrise zu bewältigen. Gleichzeitig geben 83 Prozent an, Politiker*innen zu wählen, die den Themen Klimawandel, Migration und Klima-Migration Vorrang geben.

Unsere Vision für eine sozial und ökologisch gerechte Wirtschaft

Die Klimakrise ist nicht nur eine ökologische, sondern auch eine soziale Krise. Die Auswirkungen der Erderwärmung sind bei uns bereits deutlich spürbar. Besonders stark betroffen sind Menschen im Globalen Süden, vor allem dort, wo Anpassungsmöglichkeiten und finanzielle Mittel fehlen. Daher fordert Südwind eine Politik des Wandels hin zu einem Wirtschaftssystem, das zukunftsorientiert ist, die Belastungsgrenzen unseres Planeten nicht überschreitet und die Anliegen der Hauptbetroffenen der Klimakrise in den Vordergrund stellt. Die Forderungen junger Menschen und Menschen im Globalen Süden müssen von der Politik gehört werden!

Debattieren für ein #climateofchange

Südwind veranstaltet im Schuljahr 2020/21 Debattier-Wettbewerbe für Jugendliche (Schulen & Jugendzentren) und Studierende zum Thema Klimagerechtigkeit.

Junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren treten in Teams bei den nationalen Bewerben gegeneinander an. Eingeladen sind Lehrer*innen und Jugendarbeiter*innen mit ihren Jugendlichen sowie Studierendengruppen aus Salzburg, Niederösterreich und Wien. Die Gewinner*innen des österreichischen Finales (je ein Team Jugendliche und Studierende) nehmen im Herbst 2021 beim europaweiten Finale in Brüssel teil.

Die Gewinner*innen dieses internationalen Wettbewerbs werden für einen Lokalaugenschein in ein Land des globalen Südens fahren und Protagonist*innen einer eigenen Webserie werden.

Mehr erfahren

Climate of Change ist eine europaweite Initiative für Klimagerechtigkeit von 16 Organisationen in 13 Ländern, unter anderem mit Südwind, Oxfam, EEB - The European Environmental Bureau, WeWorld und vielen mehr.

Besuche www.climateofchange.info/austria

 

Den Aufbau der Kampagne, die Inhalte und die Umsetzung sind hier im Kampagnen-Guide zusammengefasst.

 

 

 

 

 

 

 

 

> Alles zum Thema Klimagerechtigkeit bei Südwind <

Förderhinweis