SCHUHINDUSTRIE: KAMPF GEGEN AUSBEUTUNG UND VERGIFTUNG MUSS WEITER GEHEN

Einer Arbeiterin in Indien sitzt neben einem großen Berg Material am Boden und stellt Teile für Schuhe her
An einer großen Nähmaschine sitzt eine indische Arbeiterin und arbeitet an einem Schuh
Südwind Mitarbeiterinnen nehmen Wasserproben bei einer indischen Gerberei

Südwind beschäftigt sich seit drei Jahren intensiv mit den Hintergründen der Schuhproduktion. Wo etwas weitergegangen ist, und welche Wege noch zu beschreiten sind, berichtet das Südwind-Rechercheteam nach einer Recherche-Reise nach Nord-Indien.

Vor ein paar Jahren noch, wusste noch keine und keiner, woher unsere Schuhe, bzw. das Leder, aus dem sie gefertigt sind, kamen und, dass mitunter Gesundheitsgefährdung, Ausbeutung und Umweltverschmutzung dahinterstecken. Mittlerweile hat SÜDWIND im Rahmen des internationalen EU-Projekts „Change Your Shoes“ gemeinsam mit 17 anderen NGOs aus aller Welt entlang der langen Lieferketten viel recherchiert und die Ergebnisse verbreitet.

Mit ersten Erfolgen: In Österreich gibt es seit geraumer Zeit ein umfassendes Gütesiegel für öko-fair produzierte Schuhe und Unternehmen, die diese anbieten. Auf EU-Ebene wurde der Import für Leder-Schuhe, die einen Grenzwert an gesundheitsgefährdenden Chrom VI-Rückständen überschreiten, verboten. Durch die Initiative „Change Your Shoes“ gibt es ein größeres Bewusstsein für ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und Umweltbelastungen in der Schuhproduktion. Und seit einem Jahr sind wir mit einigen Unternehmen im Gespräch, um noch mehr zu erwirken.

Das ist nach wie vor nötig, denn vor Ort in Produktionsländern wie Indien, oder China, läuft noch nicht alles rund: Die Löhne fürs Gerben, Kleben und Nähen sind immer noch zu viel zu niedrig. Viele Menschen vor Ort haben dem SÜDWIND-Team Einblick gegeben in ihre schwieriges Leben als ArbeiterInnen in der Schuhproduktion: trotz pausenlosen Schuftens können viele sich und ihre Familien nicht ausreichend ernähren, keinen Notgroschen für medizinische Notfälle zur Seite legen und werden bedroht, wenn sie sich für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen organisieren. Letzteres hat uns auch ein Aktivist aus China geschrieben, nachdem er nach 21 Monate Haft aus dem Gefängnis kam.
 
Wie die Menschen, die unsere Schuhe machen leben und arbeiten, lesen Sie im Bericht „Schuhwechsel", den wir breit verschickt bzw. Ihnen hier zum Downloaden bereitgestellt haben.

Damit wir weitere Schritte setzen können, um eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen einsetzen können, brauchen wir auch Ihre Unterstützung.

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Jeder Betrag ist ein wichtiger Schritt in Richtung öko-faires Schuhwerk für ALLE!