Bittersüße Schokolade

Mit der Herstellung und dem Verkauf von Lebensmitteln werden weltweit Milliarden Umsätze gemacht. Großkonzerne, die in großem Stil industriell verarbeitete Lebensmittel produzieren, kontrollieren die Märkte und erzielen enorme Profite. Auch internationale Supermarktketten sind in den letzten Jahren vermehrt in die Produktion von Lebensmitteln eingestiegen und mischen am Markt mit. Geht es um die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards entlang der Produktionskette, wollen die Lebensmittel produzierenden Unternehmen jedoch meist keine Verantwortung übernehmen.

Dieser Bericht blickt hinter die Kulissen der internationalen Kakao- und Schokoladeindustrie. Aufgedeckt werden ungleiche Kräfteverhältnisse am globalen Kakaomarkt sowie soziale und ökologische Missstände, mit denen sich Millionen von Kakaobäuerinnen und -bauern im Globalen Süden konfrontiert sehen. Der geografische Fokus liegt auf Westafrika – Ghana, der Elfenbeinküste und Kamerun. Ein Großteil des Kakaos, der in Europa verarbeitet wird, wird in diesen Ländern in kleinstrukturierter Landwirtschaft angebaut. Beleuchtet werden vor allem zwei Gruppen der Wertschöpfungskette von Kakao: die Supermärkte, die unter privaten Eigenmarken zunehmend selbst produzieren (lassen) sowie benachteiligte Gruppen wie Kakaobäuerinnen und -bauern, LandarbeiterInnen, Kinder und Frauen. Der Bericht schließt mit Forderungen an verschiedene Akteure, um die Situation in der Kakao- und Schokoladeindustrie zu verbessern, Tipps für KonsumentInnen und einem Gütesiegel-Check.